Eric Liedtke Dieter Manz

Eric Liedtke, Markenvorstand der adidas AG, und Dieter Manz, CEO der Manz AG, nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. - Bild: Manz

Die Manz AG hat mit Adidas einen Kooperationsvertrag im Rahmen der Adidas "Speedfactory" Initiative unterzeichnet. Der Vertragsabschluss baut auf die erfolgreiche Entwicklung einer neuen automatisierten Fertigungstechnologie für Sportartikel auf.

Mittels dieser flexiblen Technologie können laut den Unternehmen künftig Designs kundenangepasster Komponenten von Schuhen, Textilien oder Accessoirs vollautomatisch in Produktionsdaten überführt und produziert werden. Im Rahmen der Kooperation soll die Technologie in so genannten "Speedfactories" zunächst in Deutschland und den USA und schließlich weltweit eingesetzt werden.

In diesen "Speedfactories" sollen laut einer Mitteilung künftig Schuhe lokal in den Absatzmärkten produziert werden. Die Zusammenarbeit mit einem führenden Unternehmen der Sportartikelbranche und die Überführung einer neu entwickelten Technologie von der Pilotproduktion in die Serienfertigung unterstreicht die Fähigkeit der Manz AG, innovative Lösungen für anspruchsvolle Kunden unterschiedlichster Branchen zu entwickeln.

Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Manz AG, kommentiert: "Unsere Ingenieure in unserer Innovationsschmiede ‚New Business‘ haben mit der Entwicklung dieser Technologie Pionierarbeit geleistet. Der Aufbau einer lokalen Fertigung bei gleichzeitiger Flexibilisierung der Produktion hat für unseren Kunden höchste Priorität."

Er freue sich darauf, dass Manzr Adidas auf diesem Weg begleiten und unterstützen dürfe. Die Automatisierung der Fertigung und die Einbindung des Endkunden in das Design des individuellen Endprodukts ermögliche den Kunden vollkommen neue und innovative Geschäftsmodelle.

Die durchgehende Digitalisierung des Prozesses vom Design bis zur Fertigung des Endprodukts sei ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche Implementierung von Industrie 4.0 in die Produktionslösungen von Manz. Gleichzeitig stelle die Zusammenarbeit mit Adidas für Manz den Startschuss im Bereich der additiven Fertigungstechnologien dar. Dieser Zukunftstechnologie komme im Zuge der zunehmenden Individualisierung der Endprodukte eine immer bedeutendere Rolle zu.

Die lokale Schuhproduktion in "Speedfactories" ermögliche es Adidas zukünftig, Schuhe individuell, ressourcenschonend und wirtschaftlich am Ort des Verbrauchers herzustellen. Eric Liedtke, Markenvorstand der Adidas AG, bei der Vertragsunterzeichnung: "Schnelligkeit siegt. Das gilt in jeder Sportart und in unserer Industrie. Deshalb freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit der Manz AG im Rahmen unseres Projekts 'Speedfactory'. Sie wird uns helfen, die Produktion unserer Produkte näher an unseren Konsumenten zu bringen."

Der weltweite Aufbau einer automatisierten Fertigung nach individuellem Kundenwunsch in den regionalen Absatzmärkten soll in mehreren Schritten bis 2020 realisiert werden. Relevante Effekte auf die Umsatz- und Ertragslage der Manz AG wird die Zusammenarbeit ab dem kommenden Geschäftsjahr entfalten – mit zunehmender Tendenz entsprechend des Projektverlaufs.

Gleichzeitig treibt Manz durch die Kooperation die Diversifizierung des eigenen Geschäftsmodells in Kunden, Branchen und Regionen weiter voran – ein wichtiger Schritt, um die Unabhängigkeit des unternehmerischen Gesamterfolgs von der Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche und Zielbranchen zu steigern.

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