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Manz hat seine Tochter CIGS Technology verkauft. - Bild: manz

Der Maschinenbauer Manz hat nach eigenen Angaben den Kaufpreis über 50 Millionen Euro für sein Tochterunternehmen CIGS Technologyerhalten. Die Manz CIGS Technology GmbH agierte demnach bis zum April 2017 als eigenständige Forschungsgesellschaft im Bereich der CIGS-Dünnschicht-Solartechnologie innerhalb der Manz AG.

Im Zuge einer strategischen Zusammenarbeit hatte Manz mit seinen chinesischen Partnern Shanghai Electric Group und Shenhua Group im November vergangenen Jahres unter anderem die Gründung eines gemeinschaftlichen Forschungsunternehmens beschlossen.

Bestandteil der Vereinbarung war, laut Mitteilung dass die Manz-Forschungsgesellschaft in das neue Unternehmen eingebracht wird. Die Verträge hierzu wurden im Januar dieses Jahres von den beteiligten Partnern unterzeichnet.

Aufträge im Gegenzug

Weiterer Gegenstand der Vereinbarung waren laut Manz zudem Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 263 Millionen Euro an die Manz AG. Die gesamte Transaktion stand zunächst unter dem Vorbehalt der Genehmigung der chinesischen Behörden. Nachdem diese Mitte April vorlag und damit alle Vollzugsbedingungen erfüllt waren, ist die Manz CIGS Technology GmbH in die neu gegründete NICE PV Research Ltd. eingebracht worden, so die Mitteilung. Im Gegenzug haben sich Shanghai Electric und Shenhua dazu verpflichtet, einen Kaufpreis in Höhe von 50 Millionen Euro zu zahlen, den die Manz AG nunmehr erhalten hat. 

Mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen ist die Grundlage für eine einzigartige Unternehmung als weltweit führende Forschungseinrichtung im Bereich der CIGS-Dünnschicht-Technologie gelegt worden. NICE PV Research hat seit April planmäßig den Forschungsbetrieb aufgenommen. Ziel des Joint-Ventures ist, die Weiterentwicklung der CIGS-Technologie zu beschleunigen, um damit Potenziale für eine weitere Steigerung des Wirkungsgrades zu heben und die Herstellungskosten weiter zu senken. 

Mit dem Abschluss dieser Transaktion steht bei Manz nun der Start der Bearbeitung der erteilten Großaufträge unmittelbar bevor. Die dafür vereinbarte Anzahlung in Höhe von 79 Millionen Euro wird ebenfalls noch im Mai erwartet.

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