Dieter Manz

Dieter Manz: "Wir haben ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Ziel ist es, unsere Kostenbasis zu reduzieren und so bei einer konservativen Jahresplanung 2016 mindestens Break-even erreichen zu können." - Bild: Manz

Ziel der geplanten Restrukturierung sei es, die "Kostenbasis zu reduzieren und so bei einer konservativen Jahresplanung 2016 mindestens Breakeven erreichen zu können", sagte Vorstandschef Dieter Manz der Zeitung "Euro am Sonntag" laut Vorabbericht. Das Batteriespeichergeschäft bleibe ein Hoffnungsträger. Die Sparte wachse 2015 deutlich und liege beim Umsatz wie geplant im mittleren bis oberen zweistelligen Millionenbereich.

Für die Solarsparte würden die strategischen Optionen geprüft. Wie Manz weiter erklärte, sei etwa die Kooperation mit einem strategischen Investor denkbar. Beschlossen sei aber noch nichts. Genaueres werde das Unternehmen Ende November zusammen mit den Maßnahmen zur Restrukturierung bekanntgeben.

Der Maschinenbauer hatte in der vergangenen Woche mit einer erneuten Gewinnwarnung für Enttäuschung am Aktienmarkt gesorgt. Die Aktie brach daraufhin ein. Manz kann die Prognose für das Gesamtjahr nicht mehr halten. Erneut hätten Kunden, vor allem aus Asien, Aufträge in den Unternehmensbereichen Energy Storage und Electronics verschoben. Die Investitionsbereitschaft sei unter anderem wegen der konjunkturellen Abkühlung in China zurückgegangen. Darauf reagiert Manz nun mit einem Restrukturierungsprogramm.

Für 2015 geht der Vorstand nun von einem kräftig rückläufigen Umsatz auf 200 bis 210 Millionen Euro aus. Zuvor hatte der Konzern mit einem "moderat rückläufigen Umsatz" im Vergleich zum Vorjahr gerechnet, als 305,9 Millionen Euro erreicht wurden. Der operative Verlust (EBIT) wird voraussichtlich im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen. Bislang wollte Manz das EBIT zum Vorjahr leicht verbessern, rechnete gleichwohl bereits mit einem Verlust. Manz hatte bereits im Juni seinen Ausblick gesenkt.