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Die Marine plant, neue Korvetten - hier im Bild die "Braunschweig" - anzuschaffen. - Bild: Marine

"Die Initiative wurde mit uns in enger Abstimmung auf den Weg gebracht", erklärte der Sprecher. Es gebe zahlreiche neue Herausforderungen für die Marine, sie sei sehr stark belastet und gefordert. "Es ist einfach so, dass wir durch die Anzahl der Einsätze, auch im Rahmen der Bündnisverteidigung, wenig Reserven haben und sehr randgenäht sind", sagte Nannt. Deshalb seien neue Schiffe "richtig und wichtig". Korvetten hätten den Vorteil, dass sie flexibel eingesetzt werden könnten.

Die Anschaffung soll bereits am Donnerstag Thema im Haushaltsausschuss des Bundestages sein. Das Gremium tagt nichtöffentlich.

"Neue Herausforderungen"

Der Vorgang ist insofern bemerkenswert, als dass die Idee für eine Neubeschaffung nicht aus dem Verteidigungsministerium, sondern aus dem Parlament kommt. Zumal Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch im März einen Bedarfsplan vorgelegt hatte, nach dem die Marine mit den fünf vorhandenen Korvetten der Braunschweig-Klasse (K130) auskommt.

Nannt sagte dazu, er würde "nicht von einem neuen Verfahren sprechen". Es gehe vielmehr um neue Herausforderungen, vor denen die Marine stehe. Darauf müsse man reagieren.

Offen ist nach Angaben des Sprechers noch, ob die fünf neuen Korvetten praktisch nachbestellt werden können und damit eventuell keine neue Ausschreibung erfolgen müsste. Die Anschaffung erfolge natürlich im Rahmen des gültigen Vergaberechts, betonte Nannt.

Der Vorschlag zur Anschaffung der neuen Korvetten geht auf die Bundestagsabgeordneten und Haushaltsexperten Johannes Kahrs (SPD) und Eckhardt Rehberg (CDU) zurück. Die bisher im Dienst befindlichen Korvetten wurden im Wesentlichen von der Lürssen-Gruppe sowie von der ehemaligen Thyssenkrupp-Werft Blohm und Voss gebaut. Letztere wurde kürzlich an Lürssen verkauft. Lürssen verfügt über Standorte in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, den politischen Heimaten von Kahrs und Rehberg.

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  • Platz 4: Raytheon (USA), Umsatz 2014: 21,3 Milliarden Dollar. - Bild: Raytheon

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  • Platz 3: BAE Systems (Großbritannien), Umsatz 2014: 25,7 Milliarden Dollar. - Bild: BAE Systems

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  • Platz 2: Boeing (USA), Umsatz 2014: 28,3 Milliarden Dollar. - Bild: Boeing

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  • Platz 1: Lockheed Martin (USA), Umsatz 2014: 37,5 Milliarden Dollar. - Bild: Lockheed Martin

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