Die Zeit der Traum-Wachstumsraten scheinen vorerst vorüber zu sein: Die Inlandsaufträge für die

Die Zeit der Traum-Wachstumsraten scheinen vorerst vorüber zu sein: Die Inlandsaufträge für die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind im Juni um 14% gegenüber dem Vorjahreswert gesunken (Bild: Fotolia - Oliver J. Graf).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Das Inlandsgeschäft sank um 14%, während das Auslandsgeschäft im Vergleich zum Vorjahresniveau um 10% stieg. “Dieser Rückgang war abzusehen, denn vor einem Jahr hatte der Inlandsauftragseingang ein außergewöhnlich hohes Niveau erreicht und damit eine entsprechend hohe Messlatte für den Vorjahresvergleich vorgelegt”, erklärte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich April bis Juni 2011 ergibt sich nach Angaben des VDMA insgesamt ein Plus von 14% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 5% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 18%.

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Von Januar bis Mai übertraf die Produktion von Anlagen und Maschinen in Deutschland den Vorjahreswert um stattliche 18%. Für das ganze Jahr 2011 erwartet der Verband ein Produktionsplus von 14% gegenüber dem Vorjahr. Hier sei bereits einkalkuliert, dass für die kommenden Monate mit geringeren Wachstumsraten zu rechnen sei, so Wortmann.

Es gebe aber auch erste Zeichen dafür, dass die Investitionsgüterkonjunktur in Deutschland sowie in den Euro-Partnerländern weniger schwungvoll verlaufe. “Insgesamt konnte der Maschinen- und Anlagenbau im ersten Halbjahr ein stattliches Auftragswachstum von 23% erzielen”, sagte Wortmann.

Die Zahl der Beschäftigten in der Branche steigt laut Wortmann kontinuierlich weiter an. Im Mai arbeiteten demnach 920.000 Menschen im Maschinen- und Anlagenbau. Bis zur Jahreswende sollen weitere 13.000 Stellen geschaffen werden. Allerdings werde es für viele Unternehmen immer schwerer, qualifizierte Fachkräfte wie Facharbeiter und Ingenieure zu finden.