Die Direktinvestitionen in den ausländischen Maschinenbau legen zu - aber der Investitionsbestand im deutschen Maschinenbau bleibt konstant

Die Direktinvestitionen in den ausländischen Maschinenbau legen zu - aber der Investitionsbestand im deutschen Maschinenbau bleibt konstant. - Bild: Pixabay

Nach jüngsten Zahlen der Deutschen Bundesbank erhöhte sich der deutsche Direktinvestitionsbestand im ausländischen Maschinenbau 2016 im Vergleich zum Vorjahr um fast 9 Prozent auf 39 Milliarden Euro. Die Zahl der ausländischen Unternehmen, in die investiert wurde, stieg um rund 3 Prozent auf insgesamt 1800 Betriebe an, die zusammen rund 402.000 Menschen beschäftigten. Der Gesamtumsatz dieser ausländischen Maschinenbaubetriebe mit deutschem Investment erreichte 102 Milliarden Euro.

„Für die Unternehmen wird es immer wichtiger, nahe bei Ihren Kunden zu sein, um direkt auf die spezifischen Marktgegebenheiten reagieren zu können“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Der wachsende Protektionismus erschwert nicht nur Exporte etwa durch Zölle. Auch beim Versuch, diese durch direkte Investitionen vor Ort zu vermeiden, treffen gerade unsere mittelständischen Firmen in einzelnen Ländern oft auf hohe bürokratischen Hürden. Freihandel und Niederlassungsfreiheit sind jedoch essentiell für den weltweiten Erfolg des Maschinen- und Anlagenbaus.“

  • New York, USA

    Platz 10: USA. 3 Prozent der Befragten nannten die Vereinigten Staaten als Herkunftsland von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Spanien, Flagge

    Platz 9: Spanien. 4 Prozent der Befragten nannten das Land südwestlich der Pyrenäen als Herkunftsland von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Polen, Flagge

    Platz 8: Polen. 7 Prozent der Befragten nannten das osteuropäische Land als Herkunftsort von Plagiaten. - Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Südkorea, Flagge

    Platz 7: Südkorea. 8 Prozent der Befragten nannten das asiatische Land als Herkunftsort von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Taiwan Taipeh

    Platz 6: Taiwan. 9 Prozent der Befragten nannten den asiatischen Inselstaat als Herkunftsland von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Indien, Taj Mahal

    Platz 4: Indien. 11 Prozent der Befragten nannten den Milliarden-Einwohner-Staat als Herkunftsland von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Türkei, Istanbul

    Ebenfalls mit 11 Prozent landet auch die Türkei auf Platz 4 dieses Rankings. – Bild: Pixabay

  • Italien Kolosseum

    Platz 3: Italien. 18 Prozent der Befragten nannten das südeuropäische Land als Herkunftsort von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • Deutschland, Hamburger Hafen

    Platz 2: Deutschland. 19 Prozent der Befragten nannten die Bundesrepublik als Herkunftsort von Plagiaten. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

  • China, Shanghai, Pudong

    Platz 1: China. 82 Prozent der Befragten nannten die Volksrepublik als Herkunftsland von Plagiaten. Damit landet das Reich der Mitte mit weitem Abstand auf dem ersten Platz dieses Rankings. – Quellen: VDMA/Statista; Bild: Pixabay

EU in der Rangliste vor den USA und China

An der Spitze der Investitionsziele stand auch 2016 die EU mit einem Anteil von 32,3 Prozent und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 12,6 Milliarden Euro. Allerdings scheint der Brexit bereits im selben Jahr Spuren hinterlassen zu haben, im Vereinigten Königreich sank der Direktinvestitionsbestand im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel auf 1,5 Milliarden Euro. „Dies hängt auch mit der Abwertung des Pfunds zusammen, wichtiger dürfte aber die Verunsicherung der Investoren seit dem Brexit-Votum gewesen sein“, sagt Wiechers. Die Direktinvestitionen in den US-Maschinenbau erhöhten sich dagegen um fast 11 Prozent auf gut 11,1 Milliarden Euro, in China legte der Investitionsbestand um 1 Prozent auf 6 Milliarden Euro zu. 

China als Investor noch weit hinter den USA

Auch der Maschinenbau in Deutschland bleibt ein attraktives Ziel für ausländische Investoren. 2016 blieb der Direktinvestitionsbestand mit knapp 17 Milliarden Euro fast unverändert zum Vorjahr, auch wenn der Rekordwert von 2014 mit 18,2 Milliarden Euro verfehlt wurde. Die Statistik weist für 2016 die Quelle der ausländischen Gelder auch nach dem Konzernsitz der jeweiligen Investoren aus. Demzufolge stammten die meisten Unternehmen, die sich in den Maschinenbau in Deutschland eingekauft haben, aus der EU (26,7 Prozent), gefolgt von den Vereinigten Staaten (24,3 Prozent) und der Schweiz (19,4 Prozent).

Chinesische Investoren waren 2016 erst für 5,6 Prozent des Direktinvestitionsbestands im deutschen Maschinenbau verantwortlich. „In dieser Statistik spielen die Niederlande und Luxemburg eine wesentlich kleinere Rolle als in der Erfassung der ausländischen Direktinvestitionen nach Herkunftsländern. Das zeigt, dass viele Käufer aus den USA und Asien über Holdings in den Niederlanden oder Luxemburg in Deutschland investieren“, resümiert der VDMA-Chefvolkswirt.

VDMA

Ihnen gefällt dieser Artikel? Sie wollen mehr davon? Kein Thema ... abonnieren Sie unseren Newsletter! Dann sitzen Sie newsmäßig nie wieder auf dem Trockenen.

Klicken Sie hier, um Ihre Nachrichtenversorgung zu sichern!