Axialkompressorläufers von MAN Turbo: Die Eurokrise beschäftigt den Maschinenbau zwar, die

Axialkompressorläufers von MAN Turbo: Die Eurokrise beschäftigt den Maschinenbau zwar, die negativen Auswirkungen halten sich aber bislang in Grenzen (Bild: MAN SE).

FRANKFURT (ks). In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich März bis Mai 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 20% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 18% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 22%.

„Im Auftragseingang des deutschen Maschinenbaus setzt sich der Trend einer moderateren Gangart fort. Trotz der weiterhin guten Wachstumsraten reicht es im Kurvenverlauf speziell im Ausland nur für eine Seitwärtsbewegung. Die vielfältigen Belastungen der Weltwirtschaft in diesem Frühjahr haben offenbar Spuren hinterlassen”, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Als Belasstungsfaktoren nannte Wiechers die arabische Krise, die Katastrophe in Japan und die Eurokrise. Andererseits könne durch ein etwas verhalteneres Wachstum eine weitere Überhitzung des Konjunkturmotors vermieden werden, so Wiechers.

Video: VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers über die aktuellen Zahlen und die Eurokrise

[media id=82 width=450 height=280]

“Die Eurokrise geht nun schon ins zweite Jahr, insofern ist es natürlich, dass wir hier schon Auswirkungen spüren”, sagte Wiechers. So gebe es deutliche Rückgänge bei den Exporten in die Krisenländer Griechenland, Portugal oder Spanien. Allerdings würden diese Rückgänge durch Zuwächse in Schweden, den baltischen Staaten und Osteuropa kompensiert. Dass die Eurokrise den Euro tendenziell schwächt, hilft den Maschinenbauern auf den Auslandsmärkten, so der VDMA-Chefvolkswirt. “Insofern sind wir hier etwas gespalten”, sagte Wiechers. Wichtig sei es aber dennoch, für die Eurokrise eine Lösung zu finden. “Wir brauchen vernünftige Rahmenbedingungen auch auf der Währungsseite, deshalb setzen wir große Hoffnungen auf die laufenden Verhandlungen und die Entscheidungen, die anstehen.”