Thilo Brodtmann

Thilo Brodtmann: "Viele Unternehmen leiden schon heute unter Fachkräftemangel. Gerade kleinen und mittleren Industrieunternehmen, die den Maschinenbau prägen, ist es nicht möglich, zusätzliche Lücken zu füllen." - Bild: VDMA

Besonders sauer stößt der deutschen Vorzeigebranche die Forderung der Gewerkschaft auf, dass jeder Beschäftigte seine Wochenarbeitszeit für zwei Jahre auf 28 Stunden verkürzen können soll.

Angesicht der Digitalisierung und der bevorstehenden Transformation des Automobilsektors zur E-Mobilität sei keine Zeit für Experimente. Als "echtes Ärgernis" bezeichnete Brodtmann den Vorstoß der IG Metall, dass die Unternehmen den Beschäftigten, die wegen der Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen ihre Arbeitszeit reduzieren, einen Lohnausgleich zahlen sollen. "Den Unternehmen wird damit faktisch die Rolle von Sozialämtern zugewiesen", monierte der VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Keine Zeit für Experimente

Neben den beiden sogenannten qualitativen Forderungen will die Gewerkschaft 6 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie durchsetzen. Die erste Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist für Mitte November angesetzt.