Markus Grob, Vorsitzender der Geschäftsführung der MAG IAS GmbH.

Markus Grob, Vorsitzender der Geschäftsführung der MAG IAS GmbH.

GÖPPINGEN (sm). Die MAG IAS GmbH, einer der größten Anbieter individueller Maschinen- und Fertigungslösungen mit Sitz in Göppingen, konnte im ersten Quartal 2011 Rekordauftragseingänge in Höhe von 127 Mio. Euro (Vj.: 61,8 Mio. Euro) allein im Bereich Automotive verbuchen. Dieser positive Trend zeichnete sich bereits im letzten Quartal 2010 ab, insgesamt wurden in den letzten beiden Quartalen, unter anderem mit dem Gewinn neuer Schlüsselkunden, Automotive-Auftragseingänge in Höhe von 287,5 Mio. Euro verbucht. Den vollständigen Jahresabschluss 2010 veröffentlicht die MAG IAS GmbH im Juni 2011.

Im vergangenen Jahr waren die Gruppenunternehmen mit Traditionsmarken der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie wie Cross Hüller, Hüller Hille, Witzig & Frank, Hessapp, Ex-Cell-O und Boehringer gesellschaftsrechtlich auf die MAG IAS GmbH verschmolzen worden. In einem letzten Schritt plant MAG nun mit der Schaffung von fünf Technologie-Kompetenzzentren an seinen Standorten die Integration der Vorläufergesellschaften abzuschließen. Mit einer Konzentration des spezifischen technischen Know-hows in den Montagewerken sollen so die Voraussetzung für weiteres Wachstum und eine größtmögliche Effizienz in den Produktionsabläufen geschaffen werden. Um der aktuell stark steigenden Nachfrage gerecht zu werden, will MAG in diesem Zusammenhang unter anderem seine Automobil-Fertigungslösungen an den Produktionsstandorten Göppingen und Eislingen in einem einheitlichen Betrieb unter einer Leitung zusammenfassen. Nicht-Kernkompetenzen sollen zusätzlich auf bewährte Partner von MAG übertragen werden, ohne dass damit ein Abbau von Arbeitsplätzen verbunden wäre. Um das gestiegene Auftragsvolumen an den Standorten bewältigen zu können, plant MAG 2011 zudem, umfangreich in seine Produktionsstandorte zu investieren. Diese Investitionen werden aus dem laufenden Geschäft finanziert. MAG plant, zur Zukunftssicherung die Ausbildung im gewerblichen Bereich standortspezifisch auszubauen und deutlich verstärkt Berufsakademie-Ausbildung und duale Fachhochschul-Ausbildung anzubieten sowie ein eigenes Trainee-Programm aufzulegen. Aktuell werden über 40 Mitarbeiter gesucht.

Markus Grob, Vorsitzender der Geschäftsführung der MAG IAS GmbH: “Mit der klaren Verteilung unserer Produktion auf fünf Technologie-Kompetenzzentren für die Bereiche Drehen, Fräsen, Verzahntechnik, Automotive-Systeme und Composites wollen wir unsere Synergieeffekte erhöhen und unsere Produktionsabläufe weiter optimieren. Damit verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen die Voraussetzung, erfolgreich weiter zu wachsen sowie zukünftigen Schwankungen im stark zyklischen Werkzeugmaschinenbau bestmöglich zu begegnen. Von den neuen Strukturen werden so Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren.”

Mit der Zusammenfassung der Automobil-System-Aktivitäten an den Standorten Göppingen und Eislingen will MAG die Voraussetzung schaffen, auch jenseits eines Umsatzvolumens von 400 Millionen Euro im Jahr in diesem Bereich Aufträge abzuwickeln. In Göppingen werden darüber hinaus weiter die Zentrale der MAG Europe GmbH, das Technologie-Kompetenzzentrum für Composite-Teile sowie die Europa-Zentrale des Bereichs Services ansässig sein. Es ist beabsichtigt, die Fertigung für Drehmaschinen in Taunusstein, die Fertigung für Frästechnologie in Mosbach und die Produktion für Verzahntechnik am Standort der MAG Modul Verzahntechnik GmbH in Chemnitz zu bündeln, welche die MAG Gruppe im Herbst vergangenen Jahres von dem italienischen Maschinenbauer Samputensili übernommen hatte.

Die MAG Switzerland AG in Schaffhausen (Schweiz) wird wie bisher der Standort für erneuerbare Energien mit Produkt- und Marktentwicklung sein, ein Bereich, der eines der strategischen Wachstumsfelder von MAG darstellt. Das Münchner Büro der MAG Manufacturing Solutions GmbH ist Sitz des Bereichs für Software-Entwicklung und technische Beratungsleistungen zur Steigerung der Effizienz in der Produktion.

Insbesondere vor dem Hintergrund neuer, energiesparender Motoren und vermindertem CO2-Ausstoß erwartet MAG weiterhin steigende Investitionen der Automobilindustrie in Lösungen für die Aggregate-Fertigung. Markus Grob, Vorsitzender der Geschäftsführung der MAG IAS GmbH: “Wir rechnen auf Grund des aktuellen Innovationszyklus, in dem sich die Autoindustrie befindet, weltweit in den nächsten fünf Jahren mit einer Zunahme der Automobilproduktion um rund ein Drittel. Die steigende Nachfrage nach mehr Energieeffizienz für Motoren und Getriebe macht neue Fertigungssysteme notwendig. Davon wird MAG in den nächsten Jahren profitieren.” Nach eigener Einschätzung lag der weltweite Marktanteil der MAG IAS GmbH Ende 2010 bei Werkzeugmaschinen für die PKW- und LKW-Produktion bei rund zehn Prozent. “Wir beabsichtigen, diesen Anteil in den nächsten Jahren deutlich auszubauen”, so Grob.