Ericsson

Keine guten Zeiten für Ericsson: Im dritten Quartal verzeichnete der Konzern massive Verluste. - Bild: Ericsson

Die Telefon AB LM Ericsson verbuchte im Zeitraum von Juli bis September einen Verlust von 4,3 Milliarden schwedischen Kronen, umgerechnet rund 447 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust 233 Millionen Kronen betragen. Analysten hatten einen Fehlbetrag von 1,35 Milliarden Kronen prognostiziert. Der Umsatz sackte um 6,4 Prozent auf 47,8 Milliarden Kronen ab.

Weil dem Konzern Geschäfte im Mobilfunk wegbrechen, hatte er jüngst angekündigt, seine Sparbemühungen zu intensivieren. Bis Mitte 2018 sollen Einsparpotenziale von jährlich 10 Milliarden Kronen identifiziert sein. Seinerzeit schätzte das Unternehmen die Risiken für den Gewinn in Bezug auf die Marktentwicklung und laufende Projekte auf 3 bis 5 Milliarden Kronen. Am Freitag meldete Ericsson, dass die Belastung voraussichtlich das obere Ende der Spanne erreichen werde. Im dritten Quartal buchte Ericsson Belastungen von 2,3 Milliarden Kronen.

Die Restrukturierungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf 2,8 Milliarden Kronen. Davon entfielen 1,6 Milliarden Kronen auf die Schließung eines Standorts in Kanada. Netto wurde die Belegschaft um 3.000 Mitarbeiter reduziert. Im vierten Quartal soll die Effizienz weiter zunehmen.

Zwar erhöhten Mobilfunkbetreiber in einigen Ländern ihre Investitionen in die Netze, teilte Ericsson mit. In China jedoch sanken die Erlöse, da sich der Markt nach dem massiven Ausbau der 4G-Netze wieder normalisiere.