"Wir wollen den Deal dieses Jahr durchziehen", sagte der Konzernchef am Donnerstag. Die Aktien von

"Wir wollen den Deal dieses Jahr durchziehen", sagte der Konzernchef am Donnerstag. Die Aktien von Electrolux fielen in Stockholm um 10 Prozent, nachdem das US-Justizministerium am Vorabend eine Blockade des Deals angekündigt hatte. - Bild: Electrolux

Electrolux-Chef Keith McLoughlin will trotz des Widerstands vom US-Justizministerium die Übernahme des Haushaltsgerätegeschäfts von General Electric für 3,3 Milliarden Dollar vorantreiben.

“Wir wollen den Deal dieses Jahr durchziehen”, sagte der Konzernchef am Donnerstag. Die Aktien von Electrolux fielen in Stockholm um 10 Prozent, nachdem das US-Justizministerium am Vorabend eine Blockade des Deals angekündigt hatte.

Durch den Deal mit Electrolux, einem Hersteller von Waschmaschinen, Trocknern, Staubsaugern und anderen Haushaltsgeräten, will GE ein renditeschwaches und nur langsam wachsendes Geschäft loswerden. Das Justizministerium befürchtet laut Klageschrift jedoch, dass die Transaktion den Wettbewerb im Markt für sogenannte “Weiße Ware” beeinträchtigt, insbesondere bei Kochfeldern, Herden und Öfen im Markt für Vertragskunden wie Bauunternehmen, Immobilienmakler und Hotels.

Das US-Justizministerium argumentiert, dass bei der Bandbreite von Produkten, die Electrolux anbietet, nur noch ein weiterer Anbieter mithalten könnte, nämlich Whirlpool, der Hauptrivale von Electrolux. Im Markt für Großkunden teilen die drei Anbieter GE, Electrolux und Whirlpool nach Ansicht des Ministeriums bislang 90 Prozent der Anteile unter sich auf.

Electrolux sagt indes sogar mehr Wettbewerb voraus. Vor allem erhoffen sich die Schweden eine bessere Wettbewerbsposition gegenüber aggressiven Rivalen wie Samsung und LG Electronics. McLoughlin sagte, er sei zuversichtlich, den Fall vor einem neutralen Richter zu präsentieren und grünes Licht für den Abschluss des Deals zu erhalten.

Electrolux werde Gespräche mit dem Justizministerium aufnehmen, um nach einer außergerichtlichen Lösung zu suchen, sagte McLoughlin. Dazu hat er nach Einschätzung von Anwälten des Unternehmens bis zu einem halben Jahr Zeit. So lange kann es nämlich dauern, bis das von der US-Behörde nun eingeleitete Verfahren letzendlich vor Gericht landet.

McLoughlin nahm auch zu Medienberichten Stellung, wonach er an Rücktritt denke. Die Meldungen der Vorwoche seien falsch, erklärte er. Electrolux suche nach geeigneten Kandidaten für die Leitung der Nordamerika-Sparte und nicht nach einem Nachfolger für ihn. “Ich fühle mich dem Unternehmen nach wie vor verpflichtet”, sagte Loughlin.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht