Dieter Schmidt, Gründer (links) und Heiko Schmidt, beide Geschäftsführer der MDS blicken auf eine

Dieter Schmidt, Gründer (links) und Heiko Schmidt, beide Geschäftsführer der MDS blicken auf eine 40-jährige Firmengeschichte zurück. Bild: MDS

REGENSBURG (sun) Firmengründer Dieter Schmidt (68) führt das Unternehmen bis heute zusammen mit seinem Sohn Heiko Schmidt (44). Anfangs agierte man lokal, durch das starke Wachstum von in Bayern angesiedelten Unternehmen wie beispielsweise BMW, Siemens und Audi, welche in den Anfangsjahren die Hauptkunden von MDS waren, wurden zusätzliche Kapazitäten benötigt und das Produktspektrum erweitert. Der Hauptfokus lag immer noch auf der Konstruktion von Stanz- und Umformwerkzeugen, jedoch nahm der Anteil an Sondermaschinen und Roboterzellen für die automatisierte Montage von Zusammenbauten von Jahr zu Jahr zu.

Wegen steigender Nachfrage nach schlüsselfertigen Lösungen vergrößerte die Firma ihre Kapazität und ihr Angebot und fertigte nun auch Anlagen zur automatisierten Montage von Baugruppen. Diese relativ seltene Kombination von Sondermaschinen und Werkzeugen in Verbindung mit Verbindungselementen stellt laut Unternehmensangaben ein Alleinstellungsmerkmal dar. Die Herstellung von Stanz- und Umformwerkzeugen mit der automatisierten Montage von Bauteilen und Komponenten, welche nur in dieser Know-How Kombination möglich war, führten zu dem Renommee, auf das MDS bis heute noch aufbaut.

Ein Paradigmenwechsel in der Firmengeschichte war 1990 ein Auftrag der Daimler AG über die Entwicklung und Herstellung von Standardautomatisierungen für die automatische Montage von Einpress-Schrauben und -Muttern sowie die Gründung der MDS Maschinen- und Werkzeugbau GmbH, die zwischenzeitlich 40 Mitarbeiter zählte. Ein weiterer Meilenstein war 1997 die Eintragung des Markennamens Autoriv, unter ihm werden bis heute alle Produkte vermarktet, die sich mit der automatisierten Fügetechnik beziehungsweise mit der automatischen Montage von Verbindungselementen und Kleinteilen befassen. Nachdem die Marke sich bereits in Deutschland und Europa einen guten Ruf verschafft hatte, erfolgten im Jahr 2000 die ersten Verkäufe von Autoriv Produkten in die USA. 2001 dann der Einzug in ein eigenes Fertigungsgebäude im Werk Tschechien- Borska Pole in Pilsen.

Ein weiteres wichtiges Jahr in der Firmengeschichte war 2003 mit der Umwandlung der MDS Maschinen- und Werkzeugbau GmbH und der MDS Maschinenbau Dieter Schmidt in die MDS Maschinen- und Werkzeugbau GmbH & Co. KG. 2007 wurde in den USA eine eigene Gesellschaft mit Sitz in Detroit gegründet. MDS ist seit 2011 auch ein Hauptgesellschafter der amerikanischen A-FAS Gruppe, zu der insgesamt neun Firmen weltweit gehören. MDS hat durch diese Beteiligung Zugriff auf ein Distributionszentrum in den USA und mit einer Niederlassung vor Ort auch Zugriff auf den Markt in Mexiko; des weiteren auf eine Kaltumformung in Taiwan. Zum Aufbau der Produktreihe A210 Handwerkzeuge und für den Verkauf von Standardprodukten wurde bereits 2009 eine Niederlassung in Italien mit Sitz in Mailand etabliert.

MDS hat heute weltweit mehr als 200 Mitarbeiter und der allgemeine Werkzeug- und Sondermaschinenbau ist einer strikten Fokussierung auf eine über lange Jahre bei MDS aufgebaute Kernkompetenz gewichen: Diese ist die Fügetechnik insbesondere mit Anlagen für die automatisierte Montage von Verbindungselementen und Kleinteilen. Als Systemlieferant liefert die Firma außerdem Verbindungselemente auch in Sonderausführung. Der Löwenanteil der Umsätze werde bei den OEMs und Tiers der Automobilindustrie erwirtschaftet.