Das Cassidian-Werk von EADS in Unterschleißheim ist einem Medienbericht zufolge von der Schließung

Das Cassidian-Werk von EADS in Unterschleißheim ist einem Medienbericht zufolge von der Schließung bedroht. Erst vor kurzem hatte Microsoft verkündet, die Stadt 2016 zu verlassen und in München ein neues Hauptquartier zu bauen (Bild: EADS).

(Dow Jones/ks). Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus unternehmensnahe Kreise. Demzufolge plant der Konzern, gleichzeitig seine EADS-Töchter Astrium und Cassidian in der neuen Luft- und Raumfahrt-Zentrale des Konzerns in Ottobrunn zusammenzulegen. Wie viele Arbeitsplätze durch die Maßnahme wegfallen, ist noch unklar. Bei Cassidian in Unterschleißheim arbeiten insgesamt 1400 Menschen, in Ottobrunn sind ähnlich viele Mitarbeiter direkt bei EADS und bei Astrium beschäftigt. Auch zum Zeitpunkt der geplanten Schließung gibt es laut dem Bericht noch keine Informationen. Auf eine Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa hin wollte sich der Konzern nicht zu dem Thema äußern.

Einem Agenturbericht der vergangenen Woche zufolge stehen bei EADS im Rahmen der Restrukturierung 8.000 Stellen zur Disposition. Details zum Konzernabbau will EADS am 9. Dezember vorstellen.

EADS hat vor, den Konzern um drei Säulen herum neu aufzubauen. Während der Flugzeugbauer Airbus bleibt wie er ist, werden Raumfahrt, Rüstung und militärische Luftfahrt in einer Sparte mit der Bezeichnung Airbus Defence & Space zusammengefasst. Der dritte Sparte Helikopter wird in Airbus Helicopters umbenannt. Der gesamte Konzern wird zukünftig unter dem Namen Airbus Group firmieren.