Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken),

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist laut dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) nicht mehr weit von den Rekordwerten des Vorkrisenniveaus entfernt. 
FRANKFURT (SM). Im ersten Quartal 2011 ist der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie dreistellig gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Bestellungen von Januar bis März um 130 Prozent. Dabei sind In- und Auslandsnachfrage fast gleich gezogen. Der Auftragseingang aus dem Inland wuchs um 127 Prozent, die Nachfrage aus dem Ausland um 132 Prozent.

„Die Branche hat sehr viel schneller und stärker Fahrt aufgenommen als im Herbst erwartet“, freut sich Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main. Das zeige sich nun mit Macht auch im Umsatz, der im ersten Quartal mit hohem Tempo um 45 Prozent angezogen hatte. Mit diesen Spitzenwerten nähere sich der Auftragseingang in Riesenschritten dem Allzeithoch von 2007; im Umsatz fehle noch ein gutes Zehntel zum Topniveau von 2008.

Die gute Entwicklung schlägt auch sich in der Kapazitätsauslastung nieder. Sie lag mit 93,8 Prozent im April dieses Jahres fast wieder auf dem Stand des Boomjahres 2008. Auch der Auftragsbestand liegt mit 8,7 Monaten im Februar dieses Jahres nur noch knapp unter dem Spitzenwert 2008. Die Beschäftigung liegt aktuell etwa auf Vorjahresniveau bei 64 100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.