Im neuen europäischen Entwicklungszentrum sollen neue Projekte angestoßen werden. „Da diese Entwicklungen marktgetrieben sind, erfordert das eine große Kundennähe“, so Fanuc-Geschäftsführer Ralf Winkelmann.

Im neuen europäischen Entwicklungszentrum sollen neue Projekte angestoßen werden. „Da diese Entwicklungen marktgetrieben sind, erfordert das eine große Kundennähe“, so Fanuc-Geschäftsführer Ralf Winkelmann.- Bild: Fanuc

Der Roboterhersteller und Automatisierer Fanuc Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals die Marke von 5000 Robotern beim Auftragseingang übertroffen. Damit sicherte sich das Unternehmen einen Marktanteil von über 25 Prozent in Deutschland, wenn man die Zahlen des VDMA zugrunde legt, die ein Marktvolumen von 21531 Robotern nahelegen. Auch beim Umsatz konnte Fanuc Deutschland zulegen – und zwar auf 226,4 Millionen Euro.

Derzeit baut das Unternehmen sein europäisches Entwicklungszentrum aus. Dort sollen Projekte angestoßen und gemeinsam mit Entwicklern in Japan in Form von neuen, serienreifen Produkten in der Robotik und ihrer Peripherie, der Steuerungstechnik und Software, realisiert werden. „Da diese Entwicklungen marktgetrieben sind, erfordert das eine große Kundennähe“, sagte Geschäftsführer Ralf Winkelmann. Diese Arbeit würden sie Schritt für Schritt intensivieren und zwar nach der ‚One Fanuc‘-Strategie, also in allen Bereichen. Nicht zuletzt wegen der Errichtung des neuen Entwicklungszentrums stieg die Zahl der Mitarbeiter auf rund 350 am Standort in Neuhausen.

Produktlinie mit Scara-Robotern soll ausgebaut werden

Die neue Vertriebsstruktur, der zufolge in den einzelnen Regionen Vertriebsteams so agieren, dass sie alle Produktbereiche gleichermaßen vertreten, hat sich nach Angaben des Unternehmens bewährt. Diese Vertriebsorganisation sei ein Ergebnis der neuen Strategie und werde als Komplettangebot angenommen. Der Ausbau des Showrooms in Neuhausen macht Fanuc zufolge ‚gute Fortschritte‘ und wird voraussichtlich im Herbst diesen Jahres eröffnet werden.

Erstmals zeigte Fanuc auf der Automatica seinen Scara-Roboter SR-3ia.
Erstmals zeigte Fanuc auf der Automatica seinen Scara-Roboter SR-3ia. - Bild: Knüpffer

Erstmals zeigte Fanuc auf der Automatica seinen Scara-Roboter SR-3ia. „Der Fokus liegt auf schnellen Pick-and-Place-Applikationen“, sagte der Geschäftsführer Technik von Fanuc, Matthias Fritz, gegenüber Produktion „Damit gehen wir in einen Bereich, den wir bisher noch nicht abgedeckt haben.“ In der Montage gäbe es heute erst einen Automatisierungsgrad von unter 10 %. Dort sei ein großes Potenzial vorhanden und dort seien Anwendungen wie Line-Tracking und Vom-Band-Abnehmen besonders gut für einen Scara-Roboter geeignet. „Deshalb wollen wir auch in diesem Bereich aktiv sein und diese Produktlinie weiter ausbauen“, kündigte Fritz an.

Eine prägnante Rolle bei dem Auftritt des Unternehmens spielt aktuell das Internet of Things. So stellte Fanuc seine Lösung ‚Zero Down Time‘ vor, die für eine ausfallsichere Produktion sorgen soll. Damit sollen Roboter fast in Echtzeit überwacht und Hinweise für eine präventive Instandhaltung gegeben werden.