Merck OLED

Organische Leuchtdioden, kurz OLEDs, werden etwa in Bildschirmen, Smarthpones und Tablet-Computern eingesetzt. Der Vorteil gegenüber Flüssigkristallen: Sie bieten unter anderem mehr Farbbrillianz und verbrauchen deutlich weniger Energie. - Bild: Merck

Um das Ziel zu erreichen, wird derzeit kräftig in den Bereich investiert. "Wir wollen dort wie bei den Flüssigkristallen die Nummer 1 werden", kündigte Walter Galinat, der seit 2010 den Unternehmensbereich Performance Materials verantwortet, im Gespräch mit Dow Jones an. Dort hat Merck die Geschäfte mit Flüssigkristallen, Effektpigmenten, Halbleitermaterialien und OLEDs gebündelt.

Galinat wird zum 30. April auch in die Geschäftsleitung von Merck aufrücken. Noch verdient Merck kein Geld mit OLEDs, denn die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen fast in der Größenordnung des Umsatzes, wie Galinat sagte.

Auch der Umsatz, den das Unternehmen auf einen höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag beziffert, ist noch überschaubar. Allerdings wächst das Geschäft bei Merck derzeit stark. Galinat geht davon aus, dass sich die Erlöse in diesem Jahr bereits etwa verdoppeln werden. "Dann wären wir in diesem Jahr schon bei einem dreistelligen Millionen-Euro-Betrag", sagte er. Zudem rechnet er damit, dass Merck in absehbarer Zeit auch die Gewinnschwelle in dem Geschäft erreichen wird.

Merck spielt bei OLED schon vorne mit

Organische Leuchtdioden, kurz OLEDs, werden etwa in Bildschirmen, Smarthpones und Tablet-Computern eingesetzt. Der Vorteil gegenüber Flüssigkristallen: Sie bieten unter anderem mehr Farbbrillianz und verbrauchen deutlich weniger Energie.

Merck ist heute schon auf dem Gebiet die Nummer 3 in der Welt. Die beiden anderen wichtigen Spieler sind die japanische Sumitomo und der US-Konzern Universal Display Corporation. Der Markt sei erst im Entstehen, aber Merck spiele hier bereits ganz vorne mit, sagte Galinat.