"Hier entscheiden natürlich die Marktkräfte und je günstiger russisches Gas angeboten werden kann, umso wahrscheinlicher ist es, dass es auch gekauft wird", sagte die Bundeskanzlerin (Bild: Bundeskanzleramt).

BERLIN (DJ/gk). “Man kann sagen, dass es in der Größe von sicherlich 10 Gigawatt einen Bedarf an zusätzlichen Brückentechnologien geben wird, und da wird vorrangig der Energieträger Gas in Frage kommen”, sagte Merkel nach ihren Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedew im Rahmen der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hannover.

Ob sich als Folge davon der Umfang der russischen Erdgaslieferungen erhöhen wird, werde dabei von den Marktkräften bestimmt werden. “Hier entscheiden natürlich die Marktkräfte und je günstiger russisches Gas angeboten werden kann, umso wahrscheinlicher ist es, dass es auch gekauft wird”, sagte die Bundeskanzlerin.

In Deutschland erfolge die Belieferung mit Gas vor allem aus Norwegen, Großbritannien und in großem Maße aus Russland. Die Wirtschaftsunternehmen müssten entscheiden, inwieweit sie in den kommenden Jahren auch auf russisches Gas zurückgriffen. “Das kann bedeuten, dass wir auch die Planungen ansteigen lassen, gerade im Hinblick auf die Jahre 2015 bis 2022 und auch im nächsten Jahrzehnt”, sagte Merkel.