Gabriel-Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Briten noch einmal eindringlich gebeten, gegen einen Brexit zu stimmen. - Bild: Bundesministerium

"Ich habe für mich jedenfalls vielfach gesagt, dass wir uns einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union wünschen, und das werden wir auch in den nächsten Tagen so tun", sagte Merkel am Donnerstag in Berlin im Beisein des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico. Sie könne sich nicht vorstellen, dass ein Austritt aus der EU für die Briten ein Vorteil wäre.

Fico äußerte sich unisono. "Unser Wunsch ist, dass Großbritannien bleibt". Dennoch müsse man realistisch sein, und sich auf beide Ergebnisse vorbereiten, meinte der Premier. Ganz egal wie die Volksabstimmung am kommenden Donnerstag ausgehe, "es wird ein anderes Europa sein".

Gefragt nach den schweren Differenzen in der Flüchtlingspolitik zwischen der Slowakei und Deutschland, versuchten beide Regierungschefs, die Wogen zu glätten. "Die Slowakei ist ein befreundetes Land und ist auch wichtiger Wirtschaftspartner für Deutschland", beschwichtigte die CDU-Vorsitzende. Beim Schutz der EU-Außengrenzen und dem Erhalt des Schengenraumes gebe es viele Gemeinsamkeiten.

Die Slowakei klagt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die von der EU beschlossene Flüchtlingsverteilung in Europa. Die Slowakei wurde, wie auch andere osteuropäische Länder, im vergangenen Jahr überstimmt. Vor allem Berlin hatte auf die Verteilung der Schutzsuchenden in der gesamten EU gedrängt.