Microsoft baut sein Cloud-Angebot in Deutschland kräftig aus und baut zwei neue Datenzentren.

Microsoft baut sein Cloud-Angebot in Deutschland kräftig aus und baut zwei neue Datenzentren. - Bild: Elekes-Andor/Wikimedia/CC-BY-SA-4.0

Es seien weitere Standorte in zwei neuen Regionen geplant, die noch einmal die gleiche Leistung der bisherigen Rechenzentren bieten sollen, sagte Microsoft-Manager Oliver Gürtler der dpa. Keine Angaben machte Microsoft zunächst dazu, wann die Rechenzentren ihre Arbeit aufnehmen und in welchen Regionen sie konkret gebaut werden sollen. "Deutschland erwacht derzeit in puncto Cloud", sagte Gürtler. Die Nachfrage sei inzwischen eine ganz andere als noch vor zwei Jahren.

Weltweit legte Microsofts Geschäft allein mit der Cloud-Plattform Azure nach Angaben von Gürtler im vergangenen Jahr um 98 Prozent zu. Wie das "Handelsblatt" berichtete, hatte sich aber speziell das Angebot einer "deutschen Cloud" als Ladenhüter erwiesen. Aktuell betreibt Microsoft dieses Angebot aus zwei Rechenzentren in Frankfurt und bei Magdeburg an. T-Systems überwacht und kontrolliert dabei als Treuhänder den Datenverkehr, so dass Microsoft selbst keinerlei Zugriff auf die Daten seiner Kunden hat.

Anders als bei den derzeit in Betrieb stehenden Rechenzentren verzichtet Microsoft an den neuen Standorten nun auf ein Treuhänder-Modell. Das Konzept richte sich vorwiegen an international tätige Unternehmen, sagte Gürtler. Mit einem Treuhänder-Modell seien die Daten zum Teil auch abgeschottet. Demgegenüber sei von global agierenden Unternehmen eine lokale Vorhaltung der Daten in verschiedenen Ländern gefragt. Die neuen Rechenzentren sollen deshalb an Azure-Zentren in anderen Ländern angeschlossen sein.

  • VMware

    Platz 10: Das US-amerikanische Unternehmen VMware ist auf Virtualisierung und Cloud-Computing spezialisiert und richtet die jährlich stattfindende Konferenz VMworld aus. Die Firma wurde 1998 in Palo Alto, Kalifornien, von fünf Informatikern gegründet. Heute arbeiten fast 20.000 Personen für das Unternehmen, das sich selbst als weltweit führender Anbieter von Cloud-Infrastruktur sieht. – Bild: VMware

  • Servicenow

    Platz 9: Am Strand von San Diego wurde 2004 das Startup Servicenow von Fred Luddy und einer kleinen Clique technikaffiner Surfer gegründet. Ziel war es, mit einer cloud-basierten Plattform Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Seit April 2017 leitet John Donahoe (siehe Bild) die Firma mit mittlerweile rund 4.500 Beschäftigten. – Bild: Servicenow

  • Workday

    Platz 8: Auf Cloud-Lösungen für das Finanz- und Personalwesen legt die US-amerikanische Firma Workday schon seit 13 Jahren ihr Augenmerk. Zu den neuen Produkten zählt zum Beispiel der Cloud-Service ‚Workday Benchmarking‘. Er liefert Metriken, mit denen Kunden die Performance ihres Unternehmens mit Wettbewerbern vergleichen können. – Bild: Workday

  • Oracle

    Platz 7: Der Soft- und Hardwarehersteller Oracle zählt mit 135.000 Mitarbeitern weltweit zu den Großen in der Branche. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien kann Ihre Reise in „die Wolke“ von jedem Ausgangspunkt aus unterstützen. Sprich ‚Software as a Service‘, ‚Platform as a Service‘, ‚Infrastructure as a Service‘ und ‚On-Premise-Cloud-Computing‘ gehören zum Angebot. - Bild: Screenshot: Oracle

  • Google

    Platz 6: Google kennt wohl jeder. Der kalifornische IT-Gigant kümmert sich neben seiner Suchmaschine, selbstfahrenden Autos und vielen weiteren Geschäftsfeldern auch um Cloud-Lösungen. Die ‚Google Cloud Platform‘ (GCP) bietet Unternehmern passende Lösungen rund um die Cloud – von der grundlegenden Infrastruktur bis hin zum maschinellen Lernen. Auf dem Bild zu sehen ist das GCP-Datenzentrum von Google in Douglas County. – Bild: Google

  • IBM

    Platz 5: Ausnahmsweise nicht aus Kalifornien, sondern aus dem Bundesstaat New York kommt das IT- und Beratungshaus IBM. Cloud-Lösungen sind eine der Unternehmenssäulen. Mit Produkten wie Icosense und IBM Bluemix lassen sich Maschinen, Produkte und Prozesse über cloudbasierte Plattformen in Echtzeit verbinden oder analysieren. – Bild: IBM

  • SAP

    Platz 4: Der einzige deutsche Cloud-Anbieter in diesem Ranking kommt aus dem baden-württembergischen Walldorf und heißt SAP. Fünf ehemalige IBM-Mitarbeiter gründeten das Unternehmen 1972. Mit über 84.000 Beschäftigten ist es heute der größte europäische Softwareanbieter. Die ‚SAP Cloud Platform‘ ist einer der Geschäftsbereiche. – Bild: SAP

  • Salesforce

    Platz 3: Wieder aus den USA und spezialisiert auf Cloud-Computing-Lösungen für Unternehmen ist Salesforce. Mit den Produkten der in Kalifornien beheimateten Firma lassen sich Kundenbeziehungen verwalten und managen. Mit der neuen Funktion ‚myEinstein‘ können Nutzer ab sofort künstliche Intelligenz nutzen, um Kundenbedürfnisse noch besser erfüllen zu können. – Bild: Salesforce

  • Amazon

    Platz 2: Wer im Internet bestellt, kommt um Amazon fast nicht drum rum. Der Online-Versandhändler baut nicht nur Roboter selbst, die in den Logistikzentren die Regale mit den bestellten Produkten zum Picker fahren (siehe Foto). Mit ‚Amazon Web Services hat Firmenchef Jeff Bezos auch einen der weltweit größten Cloud-Computing-Anbieter geschaffen. Obwohl das Unternehmen nicht in Kalifornien, sondern im Bundesstaat Washington zu Hause ist. – Bild: Amazon

  • Microsoft

    Platz 1: Auch die Microsoft-Zentrale steht im Bundesstaat Washington. Rund 114.000 Beschäftigte arbeiten für den weltweit größten Softwarehersteller. Speziell für Unternehmen bietet der IT-Gigant eine laut eigenen Angaben sichere Cloud. In Deutschland betreibt Microsoft beispielsweise ein Cloud Control Center in Berlin (siehe Foto). – Bild: Mircosoft