Microsoft übernimmt das Berliner Start-up 6Wunderkinder. Die To-do-Liste der deutschen

Microsoft übernimmt das Berliner Start-up 6Wunderkinder. Die To-do-Liste der deutschen App-Entwickler pasßt zum Portfolio von Microsoft und den Ambitionen des Konzerns, Produktivität in einer mobilen und Cloud-basierten Welt neu zu erfinden. - Bild: 6Wunderkinder

Das “Wall Street Journal” hatte aus Kreisen über den Erwerb des App-Anbieters 6Wunderkinder berichtet. Laut einer mit dem Deal vertrauten Person ist das Start-up Microsoft zwischen 100 und 200 Millionen US-Dollar wert. Der US-Konzern gab den Kauf am Dienstag in einem Blogeintrag bekannt. Zum Preis äußerte sich Microsoft nicht.

Im Bereich mobiler Software kämpft Microsoft um den Anschluss zu Konkurrenten wie Google und Facebook. Unter CEO Satya Nadella hat der Konzern bereits Start-ups aufgekauft, die Apps für Email- und Kalenderanwendungen auf mobilen Geräten bauen und bietet seit kurzem iPhone- und Android-Versionen für die meisten Funktionen der mobile Version seines beliebten Office Paketes umsonst an.

Microsoft kämpft um Anschluss zu Konkurrenten

Nadellas Vorgänger hatten ihren Fokus stärker auf die Erzielung von Gewinnen gerichtet. Die Akquisitionen lenken die Aufmerksamkeit allerdings auch darauf, dass Microsoft selbst keine stark genutzten mobilen Apps entwickelt hat. Beliebte Apps wie das Videospiel Minecraft, den Video-Telefonie-Dienst Skype und jetzt Wunderlist kamen allesamt über Zukäufe zu dem Konzern.

Microsoft schrieb in dem Blogeintrag, Wunderlist habe mehr als 13 Millionen Kunden, die die App nutzen, um To-Do-Listen zu erstellen und Termine zu verwalten. Genutzt wird die App sowohl mit dem Betriebssystem iOS von Apple als auch Android von Google. Die Wunderlist-App soll in allen Märkten weiterhin kostenlos erhältlich sein. In dem Blog wurde auch eine mögliche künftige Integration von Wunderlist und anderer Microsoft-Software angedeutet.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke