Microsoft baut sein Mobiltelefongeschäft um, wodurch 7,6 Milliarden Dollar verloren gehen. Tausende

Microsoft baut sein Mobiltelefongeschäft um, wodurch 7,6 Milliarden Dollar verloren gehen. Tausende Stellen werden gestrichen. - Bild: Microsoft/kru

Die Übernahme des Handygeschäfts von Nokia vor eineinhalb Jahren kommt dem US-Technologiegiganten Microsoft und vielen ehemalige Nokia-Mitarbeiter teuer zu stehen.

Der US-Softwarekonzern streicht mangels Erfolg 7.800 Stellen in seiner Handysparte und schreibt 7,6 Milliarden US-Dollar auf den Firmenwert ab. Der Umbau des Geschäfts wird zusätzlich 750 bis 850 Millionen Dollar kosten.

Microsoft-Chef Satya Nadella sagte, Ziel sei nicht mehr der Aufbau eines eigenständigen Handy-Geschäfts. Im Vordergrund der Strategie müsse jetzt stehen, ein ganzes System rund um die Betriebssoftware Windows zu entwickeln, zu dem auch die Smartphones aus dem eigenen Haus gehören.

Der Softwarekonzern hatte bereits angekündigt, die Kosten in seinem Smartphone-Geschäft drücken zu wollen. Der Geschäftsbereich Nokia war im vergangenen Jahr schon einmal Ziel eines Stellenbaus, von dem tausende Mitarbeiter betroffen waren.

Microsoft hatte das Handygeschäft von Nokia Ende 2013 für mehr als 9 Milliarden Dollar gekauft. Die Übernahme hatte noch der Nadella-Vorgänger Steve Ballmer eingefädelt. Microsoft wollte damit auf eine kritische Größe im hart umkämpften Smartphonemarkt kommen, der bei Betriebssystemen von Google und Apple beherrscht wird. Windows-Smartphones verloren aber weitere Marktanteile und verdienten auch kein Geld.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke