Nokia-Chef Rajeev Suri könnte mit der Milliarden-Fusion den einstigen größten Handy-Hersteller

Nokia-Chef Rajeev Suri könnte mit der Milliarden-Fusion den einstigen größten Handy-Hersteller wieder zu alter Größe führen. - Bild: Nokia

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia kehrt mit einem Paukenschlag auf die große Bühne zurück: Der Konzern will den französischen Rivalen Alcatel-Lucent für 15,6 Milliarden Euro kaufen.

Nicht einmal 24 Stunden nach Bekanntgabe der Übernahmeverhandlungen haben sich die beiden Unternehmen auf einen Zusammenschluss geeinigt.

Der finnische Konzern wird den Aktionären des französischen Netzwerkausrüsters ein Übernahmeangebot unterbreiten, das Alcatel-Lucent mit 15,6 Milliarden Euro bewertet. Mit einem Deal entsteht ein neuer Marktführer im Bereich der Telekommunikationsausrüstung.

Rückkehr auf die große Bühne

Wie Nokia und Alcatel-Lucent mitteilten, bezahlen die Finnen für jede Alcatel-Aktie 0,55 neue Nokia-Papiere. Der Preis entspricht einer Prämie für die Aktionäre von 28 Prozent. An dem neuen Unternehmen werden Nokia-Aktionäre 66,5 Prozent und Alcatel-Anteilseigner 33,5 Prozent halten.

Das neue Unternehmen soll Nokia heißen und seinen Sitz in Finnland haben. Chef wird Nokia-CEO Rajeev Suri. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2016 abgeschlossen werden, die Boards beider Konzerne haben dem Deal bereits zugestimmt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke