In Krefeld-Uerdingen hat Siemens bereits Hochgeschwindigkeitszüge für Spanien, China und Russland

In Krefeld-Uerdingen hat Siemens bereits Hochgeschwindigkeitszüge für Spanien, China und Russland gebaut. Jetzt entsteht dort der Nachfolger des ICE 3 (Bild: Siemens).

BERLIN (Dow Jones/ks)–”Der ICx-Rahmenvertrag sieht zunächst eine verbindliche Bestellung von 130 ICx-Triebzügen vor”, heißt es in der Unterlage für die außerordentliche Aufsichtsratssitzung am Gründonnerstag, in die Dow Jones Newswires am Freitag Einblick hatte.

Nach der Zustimmung des Aufsichtsrates zu den geplanten Vertragskonditionen soll direkt im Anschluss die Bietermitteilung verschickt werden. Die Vertragsunterzeichnung mit Siemens sei ab dem 6. Mai 2011 möglich. Ein erster großflächiger Einsatz sei ab Dezember 2016 vorgesehen, davor ein 14monatiger Probebetrieb ab September 2015.

Der Rahmenvertrag sieht eine Mindestabnahmemenge von 130 bis maximal 300 Zügen vor, inklusive Wachstumsoptionen. In einem zweiten Abruf sollen voraussichtlich 90 Triebzüge bestellt werden. Weitere Triebzug-Bestellungen sollen bei Wachstum erfolgen. Die Flexibilität soll Reaktionsmöglichkeiten für strategische Wachstumsszenarien auch im internationalen Markt schaffen.

Zwecks “Vermeidung der Einpreisung ‘unnötiger Risiken’” ist kein Festpreis vorgesehen, wie es in der Unterlage heißt. Die Preisgleitung für die Triebzüge beginne am 1. Januar 2013. “Variable Kosten gleiten gemäß offizieller Indices.” Die Einmalkosten werden auf 220 Triebzüge, sprich 1.864 Wagen, verteilt. Die Deutsche Bahn leistet keine Anzahlungen. Es erfolgt eine Inhouse-Finanzierung durch die Siemens AG.

Die gesamte Haftung von Siemens ist auf 20,7% inklusive Verzugshaftung des Abrufwertes beschränkt. Die allgemeine Gewährleistungsdauer pro Triebzug beträgt 2 Jahre.