Abrakavin, wo geht's mit Siemens hin... Ein UBS-Analyst bringt nun Thyssenkrupp für die neue Siemens-Strategie ins Spiel.

Abrakavin, wo geht's mit Siemens hin... Ein UBS-Analyst bringt nun Thyssenkrupp für die neue Siemens-Strategie ins Spiel. - Bild: Pixabay

In bewährter Siemens-Manier könnte das Management Teile des Konzerns mit Bereichen von Thyssenkrupp zusammenlegen und ausgliedern, schreibt UBS-Analyst Markus Mittermaier in einer Studie.

Die Einstufung für Thyssenkrupp beließ er auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro. Die Aufzugssparte der Essener könnte ein attraktives Übernahmeziel für Siemens sein, schätzt Mittermaier. Der Markt scheine sich bereits auf eine Marktkonsolidierung einzustellen. Thyssenkrupp könnte eine solche Lösung gefallen. Der Konzern war zuletzt unter Beschuss der Aktionäre geraten, die einen radikalen Konzernumbau fordern. Die Aktie von Siemens stuft die UBS derzeit bei einem Kursziel von 138 Euro ebenfalls mit "Buy" ein.

Im Blick hat der Analyst dabei vor allem die Zusammenlegung der Siemens-Gebäudetechnik mit dem Aufzugsgeschäft von Thyssenkrupp. Insbesondere das Sekundärgeschäft mit Aufzügen könnte dabei für Siemens interessant sein, schätzt er. Auch ein zusätzliches Gemeinschaftsunternehmen von Teilen der Sparte Prozessautomation und Antriebe mit dem Anlagenbaugeschäft von Thyssenkrupp hält er für eine mögliche Option.

Siemens hat in den vergangenen eineinhalb Jahren mit der Windenergie, der Medizintechnik sowie dem Bahngeschäft drei Bereiche ausgegliedert oder die Abspaltung auf den Weg gebracht. Nun werden nächste Schritte erwartet - Siemens-Chef Joe Kaeser will am 2. August mit den Zahlen zum dritten Quartal eine neue Strategie vorlegen.

Multiple Spekulationen rund um Siemens

Dabei dürfte es mehr um eine Weiterentwicklung als um etwas völlig Neues gehen, hatte der Manager bereits mehrfach angedeutet. Es wurde bereits spekuliert, dass Siemens seine Geschäfte neu bündeln und aus den noch fünf Sparten künftig drei machen will. So hatte das "Manager Magazin" Ende Juni geschrieben, der lukrative Bereich mit dem Digitalgeschäft könnte mit der Automatisierung von Prozessindustrien vereint werden. Die Sparte Energy Management solle zerschlagen werden, berichtete das Magazin weiter: Die Stromverteilnetze inklusive der hochprofitablen so genannten intelligenten Netze würden mit der Gebäudetechnik zusammengeführt. Die Hochspannungsnetze über Land würden voraussichtlich dem kriselnden fossilen Kraftwerksgeschäft zugeschlagen.

  • Die Marke Audi hat laut der Studie 2018 einen Wert von 8,580 Milliarden US-Dollar. Das macht Platz 10 im Ranking der wertvollsten Marken Deutschlands. Konzernmutter VW hat es übrigens nicht in die Top 10 geschafft.

    Die Marke Audi hat laut der Studie 2018 einen Wert von 8,580 Milliarden US-Dollar. Das macht Platz 10 im Ranking der wertvollsten Marken Deutschlands. Konzernmutter VW hat es übrigens nicht in die Top 10 geschafft. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Audi

  • Ein Riese unter den Technologiekonzernen landet auf Platz 9 der wertvollsten Marken Deutschlands: Die Marke Bosch ist 2018 rund 9,816 Milliarden US-Dollar wert, so die Studie.

    Ein Riese unter den Technologiekonzernen landet auf Platz 9 der wertvollsten Marken Deutschlands: Die Marke Bosch ist 2018 rund 9,816 Milliarden US-Dollar wert, so die Studie. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Bosch

  • Eine Marke aus Herzogenaurach landet mit einem Wert von 11,820  Milliarden Euro im Jahr 2018 auf Platz 8 im ranking der wertvollsten Marken Deutschlands: Adidas.

    Eine Marke aus Herzogenaurach landet mit einem Wert von 11,820 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf Platz 8 im Ranking der wertvollsten Marken Deutschlands: Adidas. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Adidas

  • Der Discounter Aldi belegt Platz 7 der wertvollsten Marken Deutschlands. Laut der Studie hat die Marke Aldi 2018 einen Marktwert von 12,893 Milliarden US-Dollar.

    Der Discounter Aldi belegt Platz 7 der wertvollsten Marken Deutschlands. Laut der Studie hat die Marke Aldi 2018 einen Marktwert von 12,893 Milliarden US-Dollar. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Aldi

  • Die Marke Siemens ist 2018 laut Studie 15,224 Milliarden Euro wert. Damit kommen die Münchner auf Platz 6.

    Die Marke Siemens ist 2018 laut Studie 15,224 Milliarden Euro wert. Damit kommen die Münchner auf Platz 6. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Siemens

  • Der weltweit tätige Logistikgigant DHL belegt Platz 5 der wertvollsten Marken Deutschlands. Laut Studie ist die Marke im Jahr 2018 rund 18,344 Milliarden Euro wert.

    Der weltweit tätige Logistikgigant DHL belegt Platz 5 der wertvollsten Marken Deutschlands. Laut Studie ist die Marke im Jahr 2018 rund 18,344 Milliarden Euro wert. - Quelle: TNS/infratest; Bild: DHL

  • Ein Stern, der einen wertvollen Namen trägt: Auf Platz 4 der wertvollsten Marken Deutschlands liegt Baden-Württembergs Vorzeige-Autobauer Mercedes Benz. Die Marke ist 2018 laut Studie 23,587 Milliarden Euro wert

    Ein Stern, der einen wertvollen Namen trägt: Auf Platz 4 der wertvollsten Marken Deutschlands liegt Baden-Württembergs Vorzeige-Autobauer Mercedes Benz. Die Marke ist 2018 laut Studie 23,587 Milliarden Euro wert. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Mercedes-Benz

  • Bayern vor Baden-Württemberg: Ein Münchner Autobauer belegt Platz 3 im Ranking der wertvollsten Marken Deutschlands. 2018 ist die Marke "BMW" laut der Studie 24,606 Milliarden Euro wert

    Bayern vor Baden-Württemberg: Ein Münchner Autobauer belegt Platz 3 im Ranking der wertvollsten Marken Deutschlands. 2018 ist die Marke "BMW" laut der Studie 24,606 Milliarden Euro wert. - Quelle: TNS/infratest; Bild: BMW

  • Auf dem 2. Platz der wertvollsten Marken Deutschlands leuchtet es magentafarben: Die Marke Deutsche Telekom ist laut Studie im Jahr 2018 etwa 39,215 Milliarden US-Dollar wert.

    Auf dem 2. Platz der wertvollsten Marken Deutschlands leuchtet es magentafarben: Die Marke Deutsche Telekom ist laut Studie im Jahr 2018 etwa 39,215 Milliarden US-Dollar wert. - Quelle: TNS/infratest; Bild: Deutsche Telekom

  • Top of the tops der wertvollsten deutschen Marken belegt SAP. Dabei brauchen sich die Walldorfer nicht vor dem Silicon Valley zu verstecken: Laut Studie ist die Marke SAP 2018 geschmeidige 48,943 Milliarden US-Dollar wert.

    Top of the tops der wertvollsten deutschen Marken belegt SAP. Dabei brauchen sich die Walldorfer nicht vor dem Silicon Valley zu verstecken: Laut Studie ist die Marke SAP 2018 geschmeidige 48,943 Milliarden US-Dollar wert. - TNS/infratest; Bild: SAP

UBS-Analyst Mittermaier kann sich in diesem Zusammenhang mehrere Optionen vorstellen. Konzentriere sich Siemens auf diese drei Bereiche, müsste sich das Unternehmen von Teilen des Geschäfts mit der Prozessindustrie und Antrieben trennen. Zudem sieht er die Notwendigkeit, für die Gebäudetechnik eine neue Wachstumsstrategie vorzulegen. Bislang segelte das Geschäft eher im Schatten der anderen großen Sparten. Gleichzeitig suche Thyssenkrupp nach Lösungen, sein derzeit lahmendes Geschäft mit Anlagen wiederzubeleben.

Drei Planspiele

Drei Möglichkeiten sieht Mittermaier: Einmal ein gleichberechtigtes Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Siemens-Gebäudetechnik sowie dem Aufzugsgeschäft von Thyssenkrupp. In dem Fall betrachtet Mittermaier die Ertragsvorteile eher vorsichtig: So gebe es zwischen den Bereichen keine Überlappungen. Die Chancen dürften eher darin bestehen, künftig ein komplettes Paket für Gebäude inklusive Dienstleistungen anbieten zu können. Bei den Kosten sieht er etwas mehr Möglichkeiten, etwa bei den Zentralen und beim Personal.

Als Option Zwei sieht der UBS-Analyst ein zusätzliches gleichberechtigtes Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Siemens-Sparte Prozessindustrie und Antriebe mit Ausnahme der Automation sowie dem Anlagengeschäft von Thyssenkrupp. Für Siemens könnte dieses Szenario eine gute Möglichkeit sein, aus dem Geschäft auszusteigen, etwa durch einen möglichen Börsengang. Hier gebe es mehr Überlappungen bei den Produkten, die Synergiemöglichkeiten schätzt Mittermaier ebenfalls als begrenzt ein.

Option drei sieht letztendlich eine Komplettübernahme von Thyssenkrupp durch Siemens mit Ausnahme des Stahl-Joint-Ventures und des Handelsgeschäfts vor. Lezteres Szenario, bei dem Siemens seine Gebäudetechnik mit dem Aufzugsgeschäft zusammenlegen und an die Börse bringen könnte, um den Kauf zu finanzieren, hält der Analyst jedoch für die am wenigsten wahrscheinliche Variante.

  • Platz 15: IMI (UK) erreichte mit seinen Produkten rund um die Automatisierung einem Umsatz von 1,827 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 Platz 15 im Ranking der umsatzstärksten Branchenunternehmen.

    Platz 15: IMI (UK) erreichte mit seinen Produkten rund um die Automatisierung einem Umsatz von 1,827 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 Platz 15 im Ranking der umsatzstärksten Branchenunternehmen. - Quelle: Statista, Bild: IMI

  • Platz 14: Phoenix Contact platziert sich mit einem Automatisierungsumsatz von 2,174 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2016 auf Platz 14. Das Unternehmen ist in Bloomberg beheimatet.

    Platz 14: Phoenix Contact platziert sich mit einem Automatisierungsumsatz von 2,174 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2016 auf Platz 14. Das Unternehmen ist in Bloomberg beheimatet. - Quelle: Statista, Bild: Phoenix

  • Platz 13: Endress+Hauser hat 100 Gesellschaften in 44 Ländern und beschäftigt mehr als 13.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in der Automatisierung von 2,360 Milliarden US-Dollar.

    Platz 13: Endress+Hauser hat 100 Gesellschaften in 44 Ländern und beschäftigt mehr als 13.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2016 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in der Automatisierung von 2,360 Milliarden US-Dollar. - Quelle: Statista, Bild: Alf van Beem/Wikimedia/CC-Lizenz

  • Platz 12: Gleichauf mit Endress+Hauser liegt Ametek EIG. Der amerikanischer Hersteller von elektronischen und elektromechanischen Instrumenten erwirtschaftete 2016 in seiner Automatisierungssparte ebenfalls 2,360 Milliarden US-Dollar Umsatz.

    Platz 12: Gleichauf mit Endress+Hauser liegt Ametek EIG. Der amerikanischer Hersteller von elektronischen und elektromechanischen Instrumenten erwirtschaftete 2016 in seiner Automatisierungssparte ebenfalls 2,360 Milliarden US-Dollar Umsatz. - Quelle: Statista, Bild: Ametek

  • Platz 11: Omron aus Japan erzielte 2016 mit seinen Automatisierungsprodukten einen Umsatz von 2,656 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlt das Unternehmen die Top 10 nur knapp.

    Platz 11: Omron aus Japan erzielte 2016 mit seinen Automatisierungsprodukten einen Umsatz von 2,656 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlt das Unternehmen die Top 10 nur knapp.- Quelle: Statista, Bild: Tolbxela/Flickr

  • Platz 10: Der internationale Konzern Honeywall setzte im Jahr 2016 rund 3,158 Milliarden US-Dollar Umsatz im Bereich der Automatisierungstechnik um. Das reicht für die besten zehn der Branche.

    Platz 10: Der internationale Konzern Honeywall setzte im Jahr 2016 rund 3,158 Milliarden US-Dollar Umsatz im Bereich der Automatisierungstechnik um. Das reicht für die besten zehn der Branche. - Quelle: Statista, Bild: Facebook/Honeywell

  • Mit einem Branchenumsatz von 3,248 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 erreichte der US-Riese General Electric (GE) Platz 9 im Ranking der weltgrößten Automatisierer.

    Mit einem Branchenumsatz von 3,248 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 erreichte der US-Riese General Electric (GE) Platz 9 im Ranking der weltgrößten Automatisierer. - Quelle: Statista, Bild: General Electric

  • Platz 8: Yokogawa Electric konnte in 2016 mit Produkten der Automatisierung einen Umsatz von 3,326 Milliarden US-Dollar generieren. Das macht Platz 8 im Ranking.

    Platz 8: Yokogawa Electric konnte in 2016 mit Produkten der Automatisierung einen Umsatz von 3,326 Milliarden US-Dollar generieren. Das macht Platz 8 im Ranking. - Quelle: Statista, Bild: Unknown/ Wikimedia/ CC-Lizenz

  • Platz 7: Fortive (Danaher) liegt mit 7 Millionen US-Dollar mehr knapp vor Yokogawa Electric. Das Unternehmen aus den USA konnte 2016 einen Umsatz von 3,333 Milliarden Dollar erzielen.

    Platz 7: Fortive (Danaher) liegt mit 7 Millionen US-Dollar mehr knapp vor Yokogawa Electric. Das Unternehmen aus den USA konnte 2016 einen Umsatz von 3,333 Milliarden Dollar erzielen. - Quelle: Statista, Bild: Fortive

  • Platz 6: Mitsubishi Electric schafft es mit einem 2016er-Umsatz von 3.631 Millionen US-Dollar aus der Automatisierung auf Platz 6.

    Platz 6: Mitsubishi Electric schafft es mit einem 2016er-Umsatz von 3,631 Milliarden US-Dollar aus der Automatisierung auf Platz 6.- Quelle: Statista, Bild: Mitsubishi Electric

  • Platz 5: Rockwell heißt das Unternehmen auf Platz 5. Der Umsatz der Amerikaner im Automatisierungsbereich betrug im Jahr 2016 rund 5,665 Milliarden US-Dollar.

    Platz 5: Rockwell heißt das Unternehmen auf Platz 5. Der Umsatz der Amerikaner im Automatisierungsbereich betrug im Jahr 2016 rund 5,665 Milliarden US-Dollar. - Quelle: Statista, Bild: Rockwell

  • Platz 4: Die Reihe Compact NSXM, sowie andere Automatisierungsprodukte von Schneider Electric führten in 2016 zu einem Umsatz von 6,058 Milliarden US-Dollar. Damit verpassten die Franzosen das Treppchen nur knapp.

    Platz 4: Die Reihe Compact NSXM, sowie andere Automatisierungsprodukte von Schneider Electric führten in 2016 zu einem Umsatz von 6,058 Milliarden US-Dollar. Damit verpassten die Franzosen das Treppchen nur knapp. - Quelle: Statista, Bild: Schneider Electric

  • Platz 3: Emerson erreicht nicht nur mit seinem Modell MPC sondern mit der kompletten Automatisierungspalette im Jahr 2016 einen Umsatz von 7,948 Milliarden US-Dollar.

    Platz 3: Emerson erreicht nicht nur mit seinem Modell MPC sondern mit der kompletten Automatisierungspalette im Jahr 2016 einen Umsatz von 7,948 Milliarden US-Dollar. - Quelle: Statista, Bild: Emerson

  • Platz 2: Das Schweizer Unternehmen ABB kann sich dank einem Umsatz von 8,847 Milliarden US-Dollar in der Automatisierung über den zweiten Platz freuen.

    Platz 2: Das Schweizer Unternehmen ABB kann sich dank einem Umsatz von 8,847 Milliarden US-Dollar in der Automatisierung über den zweiten Platz freuen. - Quelle: Statista, Bild: ABB

  • Platz 1: Fast 2,5 Millionen Euro mehr Automatisierungsumsatz als der Zweitplatzierte ABB erzielte Branchenprimus Siemens im Jahr 2016. Mit rund 11,261 Milliarden Dollar erreicht das deutsche Unternehmen somit klar Platz 1 unseres Rankings.

    Platz 1: Fast 2,5 Millionen Euro mehr Automatisierungsumsatz als der Zweitplatzierte ABB erzielte Branchenprimus Siemens im Jahr 2016. Mit rund 11,261 Milliarden Dollar erreicht das deutsche Unternehmen somit klar Platz 1 unseres Rankings. - Quelle: Statista, Bild: Siemens