Mitsubishi

Jetzt auch Mitsubishi: Die Japaner haben zugegeben, ebenfalls mit den Abgaswerten getrickst zu haben. Bild: Mitsubishi

Der Konzern fand eigenen Angaben zufolge Hinweise darauf, dass Mitarbeiter die Emissionswerte für verschiedene Modelle gefälscht haben. Die Produktion und Verkauf dieser Fahrzeuge werde gestoppt.

Aikawa sagte, das Fehlverhalten sei dem Verkehrsministerium gemeldet worden. Unklar blieb zunächst, welches Motiv die betroffenen Mitarbeiter gehabt haben könnten.
 
Die gefälschten Emissionswerte umfassen nach Angaben von Mitsubishi 157.000 Fahrzeuge seiner Pkw-Modelle sowie 468.000 für Nissan gebaute Wagen.

Vorfälle häufen sich

Vorwürfe wegen falscher Angaben zum Kraftstoffverbrauch und Abgasausstoß haben sich in den vergangenen Jahren bei den großen globalen Automobilkonzernen gehäuft. 2014 hatten sich die südkoreanischen Hersteller Hyundai Motor Co. and Kia Motors Corp Strafzahlungen an die USA eingewilligt, weil die beiden Konzerne die Kraftstoffersparnis ihrer Fahrzeuge zu hoch angegeben hatten.

Seit dem vergangenen Jahr steht die Volkswagen AG im Mittelpunkt eines Skandals um manipulierte Abgaswerte.

Die Unternehmensgeschichte von Mitsubishi Motors ist voll von Qualitäts- und Rückrufskandalen. Im Jahr 2000 hatte der Konzern eingeräumt, jahrzehntelang Informationen über versteckte Fahrzeugfehler verschleiert zu haben. In der Folge wurden ehemalige Manager verhaftet. 2012 hatte das japanische Transportministerium gegen Mitsubishi ermittelt und dem Konzern vorgeworfen, falsche Angaben zu bestimmten Rückrufen gemacht zu haben. Seitdem hat Mitsubishi mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrzeugqualität eingeleitet.