Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger

Thyssenkrupp (im Bild: Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger) spricht weiter mit Tata über Zusammenschluss in Europa. - Bild: Thyssenkrupp

"Das neue Management sieht die Sinnhaftigkeit und setzt die Gespräche mit uns fort", sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger bei der Bilanzpressekonferenz in Essen.

Tata müsse aber eine Lösung für seine hohen Pensionslasten in Großbritannien finden, sonst sei ein Joint Venture nicht tragfähig, sagte Hiesinger. Thyssenkrupp leidet wie andere Stahlunternehmen unter hohen Überkapazitäten in Europa, die Hiesinger auf 20 bis 30 Millionen Tonnen bezifferte.

"Unsere Mannschaft hat keine Chance, das Problem intern zu lösen. Wir restrukturieren - und drei bis vier Jahre später sind wir wieder an der gleichen Stelle." Auch wenn der Konzern das Stahlgeschäft allein weiterführe, gebe es Anpassungsbedarf, sagte der Vorstandschef. Ob Standorte geschlossen werden sollen, sei noch offen. Hiesinger will Thyssenkrupp angesichts der großen Schwankungen auf den Werkstoffmärkten stärker auf die Industrie- und Servicegeschäfte ausrichten.