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Der weltgrößte Saatguthersteller Monsanto soll Interesse an der Bayer-Agrarchemiesparte Crop Science haben. - Bild: Bayer

Das sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei könne es auch um eine Übernahme im Volumen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar gehen. Monsanto sehe wertvolle Synergien zwischen dem eigenen Saatgutgeschäft und dem Pflanzenschutzgeschäft von Bayer. Monsanto soll mit Bayer mehrere Optionen besprochen haben.

Neben einem Kauf von Crop Science seien dies ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine andere Art von Partnerschaft, berichtete Reuters weiter. Bayer habe mit Monsanto gesprochen, weil die Leverkusener herausfinden wollten, wie stark das Interesse von Monsanto sei. Bayer habe derzeit keine Pläne, einen Verkauf von Crop Science selbst zu forcieren und die Gespräche seien vorläufig gewesen. Monsanto und Bayer lehnten Stellungnahmen zu den Informationen laut Reuters ab. Ein Bayer-Sprecher sagte am Montagmorgen, Marktgerüchte würden nicht kommentiert.

Crop Science hat im vergangenen Jahr rund 10,4 Milliarden Euro umgesetzt und ein bereinigtes EBITDA von 2,42 Milliarden Euro ausgewiesen. Bayer ist bei den Pflanzenschutzmitteln der zweitgrößte Player mit einem Marktanteil von 18 Prozent, hinter Syngenta, die auf einem Marktanteil von 19 Prozent kommt. Monsanto hatte im letzten Jahr auch einen Versuch zur Übernahme von Syngenta gestartet, musste sich aber geschlagen geben. Die Basler werden nun vom chinesischen Staatskonzern ChemChina für 43 Milliarden US-Dollar übernommen. Nach Ankündigung der Fusion zwischen DuPont und Dow Chemical, die das Agrarchemiegeschäft als eigenständiges Unternehmen aufstellen wollen, steht Monsanto unter Druck, sich einen Partner zu suchen.