Entgegen den Gerüchten um eine mögliche Aufstockung des Anteils von Mori Seiki an Gildemeister

Entgegen den Gerüchten um eine mögliche Aufstockung des Anteils von Mori Seiki an Gildemeister sagte Rüdiger Kapitza, dass weder Mori Seiki noch Gildemeister eine Aufstockung des jeweiligen Anteils planen (Bild: Gildemeister).

BERLIN (Dow Jones/ks)–Zwar sei das aktuell “kein Thema”. Eine Mehrheitsübernahme habe der Manager aber auch auf mehrfache Nachfrage nicht ausschließen wollen, berichtet die Zeitung am Freitag vorab aus ihrer Samstagausgabe. Mori Seiki hält 20,1% an der Gildemeister AG.

Gildemeister-CEO Rüdiger Kapitza sagte auf Anfrage, dass weder Mori Seiki noch das Bielefelder Unternehmen eine Aufstockung des jeweiligen Anteils planen. “Mittel- und langfristig ist von beiden Unternehmen keine Aufstockung geplant”, betonte der Manager gegenüber Dow Jones Newswires. Der MDAX-Konzern Gildemeister ist mit 5,1% an den Japanern beteiligt.

Die Kapitalverflechtung der beiden Unternehmen besteht seit rund zwei Jahren, initiiert von Kapitza. Mittlerweile arbeiten beide Konzerne auf nahezu allen Gebieten zusammen, sei es in der Entwicklung von Maschinen, in der Fertigung oder bei Vertrieb und Service. Erst zu Monatsbeginn haben Gildemeister und Mori Seiki ihre deutschen Verkaufsgesellschaften in eine gemeinsame Gesellschaft eingebracht, zu Beginn des nächsten Jahres soll zudem das ganze Europa-Geschäft für beide Firmen zentral gesteuert werden, so die Welt weiter.

“Wir haben damit endlich einen Ankeraktionär. Das gibt dem Konzern zusätzliche Stabilität”, sagte Kapitza der Zeitung. Dass es bei der Kapitalverflechtung ein großes Ungleichgewicht gibt, habe er zwar eingeräumt, Sorgen mache er sich deswegen aber nicht.

Ergänzung 26.9., 13:50 Uhr: Sowohl Gildemeister wie Mori Seiki haben dem Bericht zwischenzeitlich widersprochen