MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Es sei weiterhin ein Engagement von rund 15% an diesem Programm geplant, sagte MTU-Aero-Sprecher Eckhard Zanger am Montag Dow Jones Newswires und bestätigte damit einen vorab veröffentlichten Bericht des Magazins “Capital”.

Airbus hatte Anfang Dezember 2010 die Neuauflage der A320 mit sparsameren Motoren angekündigt und die beiden Wettbewerber Pratt & Whitney und General Electric Co mit der Lieferung der Motoren beauftragt.

Pratt & Whitney verhandelt den weiteren Angaben Zangers zufolge derzeit mit MTU Aero über die Details der Zusammenarbeit. Der im MDAX gelistete Konzern rechnet über die Laufzeit dieses Flugzeugprogramms mit einem Umsatzanteil von rund 12 Mrd Euro. 6 Mrd Euro stammen der Prognose zufolge aus der Serienfertigung der Motoren, weitere 6 Mrd Euro aus dem Ersatzteilgeschäft.

Der Münchner Triebwerkshersteller arbeitet bereits bei anderen Triebwerksprogrammen mit Pratt & Whitney zusammen. Beispielsweise beim V2500-Antrieb der bisherigen A320 in dem Konsortium International Aero Engines (IAE). Dort ist MTU Aero mit 11% beteiligt und entwickelt und liefert Triebwerkskomponenten. Weiterer Partner sind die Japanese Aero Engines Corporation und Rolls-Royce.