MTU Aero

Das bereinigte EBIT werde "moderat" steigen", teilte der Triebwerkhersteller anlässlich seines Kapitalmarkttages mit. - Bild: MTU

Das zivile Seriengeschäft soll mit einem Umsatzplus von etwa 30 Prozent das am stärksten wachsende Segment sein. Weiter zunehmen dürften auch die zivile Instandhaltung um einen hohen Zehner-Prozentsatz und das Ersatzteilgeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Umsatz des Militärgeschäfts werde dagegen zunächst nur stagnieren und erst ab 2020 wieder ansteigen.

Mit dem Jahr 2017 schließe MTU die größte Investitionsphase seiner Geschichte ab. Das kommende Jahr markiere nun den Einstieg in die Konsolidierungsphase, in der die MTU bis 2025 mit weiterhin wachsenden Gewinnen und deutlich höheren freien Barmittelzuflüssen rechnet. Ab 2018 komme allerdings die Rechnungslegungsvorschrift IFRS15 zur Anwendung. Die wesentlichste Änderung betrifft die Bilanzierung von Zahlungen an Kunden, zum Beispiel für Konzessionen, Programmbeteiligungen oder Entwicklungskosten. Diese werden in Zukunft als Umsatzreduzierung gebucht, anstatt als Kosten. Das hat Auswirkungen auf den Umsatz: Er wird unter IFRS15 niedriger ausfallen als bisher. Der Einfluss auf das Ergebnis ist dagegen gering, was positive Margen-Effekte zur Folge hat.

Der Jahresumsatz 2016, der mit 4,73 Milliarden Euro berichtet wurde, wird unter Anwendung der IFRS15-Vorschriften mit 3,29 Milliarden ausgewiesen, das bereinigte EBIT 2016 ändert sich von 503 auf 485 Millionen Euro.

Unabhängig von den Bilanzierungsvorschriften rechnet MTU bis 2025 mit weiterhin wachsenden Gewinnen und deutlich höheren freien Cashflows. Ein moderater Anstieg des Working Capital dürfte in Verbindung mit einem Rückgang des Cashflow aus Investitionstätigkeit zu einer durchschnittlichen Cash Conversion Rate im hohen zweistelligen Prozentbereich führen.

Zur Entwicklung des Geschäfts im noch laufenden Geschäftsjahr machte MTU keine Angaben. Hier hatte das Unternehmen im Oktober die Prognose erhöht und angekündigt, einen operativen Gewinn von rund 600 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von etwa 420 Millionen Euro zu erzielen. Bis dahin hatte das Unternehmen operativ rund 560 Millionen Euro und einen Nachsteuergewinn von etwa 390 Million Euro in Aussicht gestellt. Der Umsatz sollte aufgrund von Währungseffekten dagegen nur noch rund 5,1 Milliarden statt 5,3 Milliarden Euro erreichen.