Die MTU Aero Engines Holding AG hat in den ersten neun Monaten den Umsatz um 1,9% auf 1,992 Mrd Euro gesteigert.

MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Beim bereinigten EBIT sei ein Plus von 7,3% auf 226,1 Mio Euro erreicht worden, teilte der Triebwerkhersteller aus München am Dienstag mit. Mit 11,3% lag die operative EBIT-Marge um 0,5 Prozentpunkte höher als im Vergleichszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich um 6,6% auf 99,6 Mio Euro.

Der Vorstand zeigte sich mit dem Erreichten zufrieden. “Mit diesen Resultaten kommt die MTU bei der Erreichung ihrer Ziele gut voran”, sagte Vorstandsvorsitzender Egon W. Behle.

Analysten waren im Mittel von einem Umsatz von 2,017 Mrd Euro, einem bereinigten EBIT von 225 Mio Euro und einem Nettoergebnis von 101 Mio Euro ausgegangen.

Allein im dritten Quartal hat MTU Aero den Umsatz um 11,2% auf 643,5 Mio Euro erhöht. Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 11,3% auf 82 Mio Euro. Der Nettogewinn kletterte um 3,4% auf 39 Mio Euro.

Im zivilen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz in den ersten neun Monaten um 4% gestiegen. “Auf Dollar-Basis ist der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft stabil geblieben. Gleiches gilt auch für das zivile Neu- und Ersatzteilgeschäft”, sagte Finanzvorstand Reiner Winkler. Wichtigste Umsatzträger im Neu- und Ersatzteilgeschäft waren die Programme V2500 für die Airbus A320-Familie, PW2000 für die Boeing 757 und C-17 sowie CF6-80C für die Boeing 747 und die Airbus-Typen A310 und A330.

Zunehmende Bedeutung gewinnt das GP7000, das den Airbus A380 antreibt. “Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen”, erklärte Winkler. “Das GP7000 und Programme wie das GEnx für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8 werden im Seriengeschäft neben dem A320-Antrieb V2500 künftig hohe Anteile am Umsatz haben und bereits ab 2011 zu einem deutlichen Wachstum des zivilen OEM-Geschäfts beitragen. Dabei dürfte sich im kommenden Jahr das Seriengeschäft auf Dollar-Basis sehr positiv entwickeln und stärker wachsen als das Ersatzteilgeschäft”, sagte der Finanzvorstand.

Im militärischen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz im Neunmonatszeitraum abrechnungsbedingt um 3% gestiegen. Für den höchsten Umsatz sorgte der Eurofighter-Antrieb EJ200. Die geplanten Budgetkürzungen im deutschen Verteidigungshaushalt werden sich 2011 voraussichtlich in einem Umsatzrückgang des Militärgeschäfts im Bereich Instandhaltungen niederschlagen. “Wir erwarten, diese Entwicklung mittelfristig mit dem Anlauf neuer Programme im Auslandsgeschäft ausgleichen zu können”, sagte Behle.

Der Umsatz der zivilen Instandhaltung blieb im Neunmonatszeitraum annähernd stabil. Hauptumsatzträger war das V2500. “Im Quartalsvergleich zum Vorjahr zeigen die zivilen MRO-Umsätze dollarkursbereinigt einen Aufwärtstrend. Die positiven Marktdaten lassen erwarten, dass sich diese Entwicklung auch im 4. Quartal fortsetzen wird”, sagte Vorstandsvorsitzender Winkler. Für 2011 geht MTU in der zivilen Instandhaltung von einem leichten Umsatzanstieg aus. Für die darauffolgenden Jahre erwartet das Unternehmen weiter verbesserte Wachstumschancen.

Die Ertragslage hat sich sowohl im OEM-Geschäft als auch in der zivilen Instandhaltung verbessert. Der operative Gewinn der zivilen Maintenance ist um 6% auf 58,8 Mio Euro gestiegen, die EBIT-Marge legte 0,4 Prozentpunkte auf 7,2% zu. Das EBIT des OEM-Geschäfts erreichte mit 165,9 Mio Euro 5% mehr als im Vergleichszeitraum, die EBIT-Marge erhöhte sich auf 13,8% (13,7%).

Der Auftragsbestand lag mit 4,246 Mrd Euro um 2% höher als am Ende des vergangenen Jahres und entspricht dem 1,6-fachen des Jahresumsatzes 2009. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben sind um 9% auf 162,0 Mio Euro gestiegen. Schwerpunkte bildeten die Zukunftsprogramme PW1000G für den Mitsubishi Die Regional Jet und die Bombardier CSeries sowie GE38 für den schweren Transporthubschrauber Sikorsky CH-53K. “Damit sichern wir den termingerechten Fortschritt der neuen Programme und verbessern unsere Positionierung auf dem Markt”, sagte Behle. Der Fokus auf Forschung und Entwicklung soll zur Fortsetzung des Wachstumstrends auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.