Im Bild das kommerziell sehr erfolgreiche Triebwerk CFM56 des MTU-Konkurrenten CFM, einem Joint

Im Bild das kommerziell sehr erfolgreiche Triebwerk CFM56 des MTU-Konkurrenten CFM, einem Joint Venture des französischen Maschinenbaukonzerns Safran mit General Electric (Bild: Safran).

PARIS (Dow Jones)–Am Mittwoch ging ein Auftrag zur Triebwerksausstattung des A320neo an den Wettbewerber CFM International und nicht an den MTU-Partner Pratt & Whitney. Weitere Aufträge würden in den nächsten Tagen folgen, kündigte CFM an.

Bislang war bei der modernisierten Version des Airbus-Verkaufsschlagers A320 stets Pratt & Whitney als Turbinen-Lieferant zum Zuge gekommen. So hatten die Deutsche Lufthansa, die indische IndiGo und das Leasingunternehmen ILFC für ihre georderten Exemplare Triebwerke von Pratt & Whitney, einer Tochterfirma von United Technologies, bestellt. MTU Aero liefert Komponenten für diese Antriebe und ist an dem Triebwerksprogramm mit 15% beteiligt.

Am Mittwoch kündigte jedoch Virgin America an, dass 30 im Januar bestellte A320neo-Flugzeuge mit Leap-X ausgestattet werden sollen, dem CFM-Produkt. CFM International ist ein Joint Venture von General Electric und dem französischen Maschinenbaukonzern Safran.

Seit Dezember haben Airbus-Kunden für den generalüberholten Flieger Order über 332 Flugzeuge platziert. Die EADS-Tochter erwartet laut Industriekreisen weitere Bestellungen auf der am 20. Juni beginnenden Internationalen Luftfahrtausstellung in “Le Bourget” bei Paris. Insgesamt geht Airbus von 500 Aufträgen bis zum Ende kommender Woche aus. Unter anderem werden Order von der malaysischen Airline AirAisia erwartet.

Indiens größte Billigfluglinie IndiGo hat bislang 150 A320neo bestellt. Alle sollen mit Triebwerken von Pratt & Whitney ausgestattet werden ebenso wie die 30 Exemplare für die Deutsche Lufthansa.

2015 sollen die ersten A320neo-Flieger ausgeliefert werden. Dank der neuen Triebwerke und veränderter Flügel sollen im Vergleich zum herkömmlichen Modell rund 15% Treibstoff gespart werden.