MTU, Aero Engines,Triebwerke,Umsatz,Gewinn,Ergebnis,EBIt,EBITDA,Rekord

Fröhliche Gesichter bei MTU: Gewinn, Umsatz und Aussichten sind gut. - Bild: MTU

Den Ausblick für 2017 hat MTU daher höher angesetzt als im Vorjahr. Der Umsatz legte bereits 2016 um 6,7 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro zu und soll im laufenden Jahr nun auf 5,1 bis 5,2 Milliarden Euro ansteigen. Die gute Nachfrage in der Flugzeugindustrie trieb den Gewinn 2016 entsprechend auf 503 Millionen Euro, was einem Anstieg um über 14 Prozent zum Vorjahr entsprach. Der Gewinn stieg damit kräftiger als der Umsatz und trieb die Gewinnmarge entsprechend von 9,9 auf nunmehr 10,6 Prozent nach oben.

MTU selber geht nun davon aus, dass das Unternehmen die Früchte seiner Investitionsphase erzielen wird. Diese Phase soll 2017 auslaufen und nun zu höheren Umsätzen, Gewinnen und vor allem auch beim Freien Cashflow beitragen. "Mit dem Jahr 2017 wollen wir die größte Investitionsphase in der Geschichte der MTU bei anhaltend profitablem Wachstum abschließen", sagt Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler.

Mit dem Cashflow dürften MTU schon jetzt die Erwartungen übertroffen haben. Denn er legte um 14 Prozent auf 82 Millionen Euro zu. Analysten hatten hier bereits unterstrichen, dass darauf ihr Hauptaugenmerk liege. Erwartet hatten sie für 2016 aber zunächst nur eine leichte Verbesserung auf 74 Millionen Euro. Nur zur Dividende will sich MTU erst im Rahmen der endgültigen Zahlen am 14. März äußern.

Alle Sparten trugen zum Wachstum bei. Im Neugeschäft profitiert das Unternehmen davon, dass die Flugzeughersteller hohe Auftragsbestände für Modelle haben, an deren Triebwerken die MTU beteiligt ist.

Zivile Instandhaltung wächst

In der zivilen Instandhaltung (MRO) sieht MTU dabei das am stärksten wachsende Segment: Auf US-Dollar-Basis rechnen die Münchener mit einem Umsatzplus von etwa 10 Prozent. Im zivilen Seriengeschäft wird in US-Dollar ein Umsatzanstieg um einen hohen einstelligen Prozentsatz erwartet.

Auch im Ersatzteilgeschäft geht die MTU von einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Nur beim Militär sieht es etwas düsterer aus: Der Umsatz des militärischen Triebwerksgeschäfts soll um einen hohen einstelligen Prozentbetrag fallen, erwartet MTU.

Aufgrund des Umsatzmixes sollte dies aber verdaut werden. Insgesamt sieht MTU eine weitere Steigerung des operativen Ergebnisses bei einer stabil bleibenden Marge.