Prüfung eines Getriebegehäuses bei Volvo Aero: MTU lässt sich bei seinen Übernahmebemühungen

Prüfung eines Getriebegehäuses bei Volvo Aero: MTU lässt sich bei seinen Übernahmebemühungen von der Investmentbank Goldman Sachs beraten (Bild: Volvo Aero).

HAMBURG (Dow Jones/ks)–Der schwedische Konzern hatte Mitte November den Startschuss für den Verkauf seiner Luftfahrtsparte Aero gegeben. Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits Sondierungsgespräche mit einigen Interessenten geführt, Namen sind bislang aber nicht bekannt. Volvo Aero gehört seit den 40er Jahren zu dem schwedischen Konzern. Der Unternehmensteil hat sich auf die Zulieferung von Flugzeug- und Raketenbauteilen spezialisiert.

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU hatte sich vor wenigen Jahren schon zweimal um Volvo Aero bemüht, war aber nicht zum Zuge gekommen. Volvo will sich auf sein Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen konzentrieren und die Sparte mit einem Jahresumsatz von umgerechnet über 800 Mio Euro deshalb abgeben.

MTU hat bislang zwar immer betont, aus eigener Kraft wachsen zu wollen. Zukäufe hält der MDAX-Konzern aber auch für möglich, sie müssen nur den Margenvorstellungen des Unternehmens entsprechen. Bei Bekanntwerden der Volvo-Verkaufspläne hatte sich die MTU Aero Engines Holding AG noch bedeckt zu einem möglichen Interesse an dem Kauf der Sparte gehalten. Am Freitagmorgen war eine Stellungnahme zu dem FTD-Bericht bei dem Unternehmen nicht zu erhalten.