Samsung Heavy

Samsung Heavy - hier ein LNG-Carrier aus den konzerneigenen Werften - hat sich nach einer Gewinnwarnung von seinem CEO getrennt. - Bild: Samsung Heavy

Bei dem Konzern hat sich der Auftragsbestand inzwischen mit rund 20 Milliarden US-Dollar mehr als halbiert im Vergleich zu 2013. In Südkorea rutschte die Aktie in der vergangenen Woche in Folge der Nachrichten um ein Viertel ab.


Samsung Heavy Industries rechnet in diesem Jahr mit einem operativen Verlust von 490 Milliarden Won (umgerechnet 381 Millionen Euro) und im kommenden Jahr mit einem Fehlbetrag von 240 Milliarden Won. Analysten hatten für 2017 einen Gewinn von 90 Milliarden Won geschätzt. Samsung Heavy Industries kündigte zudem an, eine weitere Kapitalerhöhung auf den Weg bringen zu müssen. Über neue Aktien will die Gesellschaft 1,5 Billionen Won einsammeln, nachdem erst im letzten Jahr das Kapital hochgesetzt wurde. Der Technologiegigant Samsung Electronics Co ist Samsung Heavy's größter Anteilseigner mit einer Beteiligung von 16,9 Prozent.

Park Dae-young, der seit 40 Jahren bei Samsung Heavy Industries arbeitet, wird jetzt durch den langjährigen Mitarbeiter Joonou Nam ersetzt. Der neue Chef dürfte unter Druck stehen, die Werft von der mit Problemen kämpfenden Offshore-Bohrindustrie zu distanzieren. Zudem ist Samsung Heavy Industries den inländischen Wettbewerbern Hyundai Heavy Industries und Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering ausgesetzt und auch die Konkurrenz aus China und Singapur belastet.

Die erwarteten Verluste für dieses und nächstes Jahr sind auf die schwache Nachfrage, erwartete Verluste aus einigen Aufträgen und höhere Materialkosten zurückzuführen, erklärte das Unternehmen letzte Woche. "Wir gehen davon aus, dass sich die Situation 2019 verbessern wird", fügte er hinzu. Samsung Heavy hat 3,3 Billionen Won an Verbindlichkeiten, die innerhalb der nächsten zwölf Monate fällig werden, verglichen mit 451 Milliarden Won an Barmitteln. Hauptgläubiger ist die staatliche Korea Development Bank.