Kobe Steel

Kobe Steel hat seine Jahresprognose zurückgezogen. - Bild: Pixabay

Im ersten Halbjahr (per Ende September) verdiente Kobe Steel zwar noch 39,3 Milliarden Yen, umgerechnet knapp 100 Millionen Euro. Das war mehr als Kobe zu Beginn des Geschäftsjahres in Aussicht gestellt hatte, weil sich das Stahlgeschäft erholt.

Doch der noch nicht aufgearbeitete Skandal, potenziell drohende Kosten und Umsatzrückgänge könnten Kobe Steel das Geschäftsjahr vermasseln.

Der Stahlkonzern hatte diesen Monat zugeben müssen, Papiere zu Kupfer- und Aluminium-Lieferungen geschönt zu haben. Laut den Unterlagen erfüllten die ausgelieferten Metalle die Kundenspezifikationen. In Wirklichkeit traf dies jedoch nicht zu. Betroffen sind tausende Tonnen Kupfer und Aluminium. Später musste Kobe die Fälschung weiterer Daten zugeben und das Auslassen eigentlich vorgesehener Qualitätstests eingestehen.

Der Skandal dürfte Kobe Steel nach aktuellen Prognosen rund 10 Milliarden Yen kosten. Dabei ist dem Konzern noch gar nicht klar, in welchem Umfang er haftbar gemacht werden wird. Um die Barmittelreserven zu schonen, streicht das Unternehmen deshalb schon einmal die Zwischendividende, die 10 Yen je Aktie betragen sollte.