Foxconn Tschechien

Die in Taiwan ansässige Foxconn - die offiziell als Hon Hai Precision Industry Co firmiert - ist Apples Haupt-iPhone-Monteur. - Bild: Foxconn Tschechien

Beflügelt von den neuen Modellen konnte der weltgrößte Auftragshersteller von Elektronik einen Abschwung im Smartphone-Markt insgesamt überstehen.

Apple ist von der jüngsten Flaute im Smartphone-Sektor bislang nicht betroffen, aber einige Analysten warnen, dass iPhone-Verkäufe in den kommenden Quartalen zurückgehen könnten. Die in Taiwan ansässige Foxconn - die offiziell als Hon Hai Precision Industry Co firmiert - ist Apples Haupt-iPhone-Monteur.

Für das dritte Quartal vermeldete Foxconn einen Anstieg des Nettogewinns um elf Prozent auf 37,9 Milliarden neue Taiwan Dollar, umgerechnet 1,08 Milliarden Euro. Das war mehr als Analysten im Durchschnitt mit 34,8 Milliarden Taiwan-Dollar erwartet hatten. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent auf 1,07 Billionen Dollar. Das Unternehmen selbst gibt keinen Ausblick und hält auch keine Pressekonferenzen zu den Zahlen.

Hälfte der Einnahmen mit Apple

Foxconn montiert viele der beliebtesten Geräte der Welt im Auftrag von Kunden wie Apple, größtenteils in Werken in China. In den vergangenen Jahren versuchte das Unternehmen, in profitablere Sektoren zu expandieren, weil steigende Arbeitskosten in China die Margen für die Elektronikherstellung drücken. Foxconn hat auch über den Kauf des kriselnden Flüssigkristall-Display-Geschäftes von Sharp verhandelt und in andere Sektoren investiert, von Industrierobotern bis hin zu Handyrecycling. Aber die Geschicke des Unternehmens hängen noch immer eng mit jenen von Apple zusammen, denn mit dem US-Konzern erzielt Foxconn laut Analysten fast die Hälfte seiner Einnahmen.

Ende September hat Apple zwei neue iPhones mit großem Display mit einer sogenannten "Force Touch"-Technologie auf den Markt gebracht. Diese Technologie kann zwischen einem starken und einem leichten Druck unterscheiden. Im Oktober berichtete der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino einen Gewinnanstieg um 31 Prozent und stellte ein Absatzwachstum im laufenden Quartal in Aussicht.

Viele Apple-Konkurrenten hatten es da schwerer. Das Wachstum im globalen Smartphone-Markt hat sich im dritten Quartal auf 6,8 Prozent verlangsamt, im Vorjahreszeitraum lag es laut dem Marktforscher IDC bei 25,2 Prozent.