Karl-Thomas Neumann

"Wir wollen deutlich mehr verkaufen und Marktanteile hinzugewinnen", sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Für den europäischen Markt ist der Manager dabei "etwas optimistischer" als noch Ende vergangenen Jahres. - Bild: GM

Im Februar seien die Verkäufe in Deutschland um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, in Europa in einer Größenordnung um die 10 Prozent. "Wir wollen unser Ziel, dieses Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, erreichen", bekräftigte der Manager.

Zuletzt waren daran Zweifel aufgekommen, insbesondere wegen der Wirtschaftskrise in Russland. Opel hatte deshalb im vergangenen Frühjahr beschlossen, sich aus dem Markt zurückzuziehen. Auf der Automesse IAA im vergangenen September hatte Neumann gesagt, Opel habe die Möglichkeit, das Profitabilitätsziel 2016 zu erreichen. Opel brauche "Glück dazu", sagte er damals.

Auf dem Genfer Autosalon zeigte sich Neumann ob der aktuellen Absatzzahlen derweil zuversichtlicher. In Deutschland habe Opel damit im Februar knapp 1 Prozentpunkt Marktanteil hinzugewonnen und liege nun bei einem Anteil von 7,7 Prozent. Das gute Wachstum speise sich insbesondere auch aus den Verkäufen des Astra, die sich im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als verdoppelt hätten.

"Wir wollen deutlich mehr verkaufen und Marktanteile hinzugewinnen", sagte Neumann. Für den europäischen Markt ist der Manager dabei "etwas optimistischer" als noch Ende vergangenen Jahres. Ziel sei es, in allen europäischen Ländern zu wachsen. Deutschland und Großbritannien seien die beiden wichtigsten Märkte für Opel. Ob Opel in Europa erfolgreich sein wird, werde sich zum Großteil deshalb auch in diesen beiden Märkten entscheiden.

Deshalb hofft Neumann auch, dass es nicht zum Austritt Großbritanniens aus der EU kommt. Opel importiere dort mehr, als man exportiere. Ein Brexit wäre dementsprechend vor allem ein Problem der Währung.

Eine "Horrorvorstellung" wäre nach Meinung von Neumann Änderungen im Schengen-Raum. Opel habe Werke überall in Europa, dahinter stecke eine riesige Logistikinfrastruktur. Etwaige Grenzschließungen oder Zollkontrollen, wie sie derzeit durch die Flüchtlingskrise bei einigen Staaten im Gespräch sind, wären "eine unmittelbare Ergebnisbelastung"

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