Salzgitter

Niedrige Stahlpreise machen der Salzgitter AG zu schaffen. - Bild: Arcelormittal

Für die Investoren kommt die Entwicklung nicht überraschend: Salzgitter hatte schon Ende April Eckdaten vorgelegt und über einen deutlichen Rückgang des Vorsteuerergebnisses berichtet. Die nun bestätigte Kennzahl belief sich auf 3,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 51,8 Millionen Euro erwirtschaftet.

Salzgitter machen wie anderen Stahlunternehmen Billigimporte und niedrige Preise zu schaffen. Die sinkenden Stahlpreise wirkten sich im ersten Quartal negativ auf die Erlöse aus. So sank der Umsatz des Konzerns von 2,29 Milliarden Euro auf 1,87 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr ist Salzgitter denn auch vorsichtig. Das Unternehmen rechnet weiter mit einem "in etwa" ausgeglichenen Vorsteuerergebnis - abhängig davon, wie schnell Anti-Dumping-Maßnahmen gegen Stahlimporte wirksam werden. Zudem hatte Salzgitter im Februar Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Der Umsatz soll "annähernd" stabil bei rund 8,6 Milliarden Euro bleiben. Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital erwartet Salzgitter einen "knapp positiven" Wert.

Auch Konkurrent Thyssenkrupp hat Schwierigkeiten: Angesichts der niedrigen Werkstoffpreise senkte der Konzern vor wenigen Tagen seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr.