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Nissan-Chef Carlos Ghosn wird künftig auch den Posten als Chairman beim Rivalen Mitsubishi Motors übernehmen. - Bild: Nissan

Das teilten die beiden japanischen Autokonzerne am Mittwoch mit und bestätigten damit Informationen aus Kreisen vom Vortag.

Im Mai hatte Nissan mitgeteilt, für mehr als 2 Milliarden US-Dollar einen Anteil von 34 Prozent an der Mitsubishi Motors Corp zu übernehmen, die derzeit mit einem Skandal um fehlerhafte Verbrauchsangaben zu kämpfen hat. Der Anteilskauf sei nun abgeschlossen worden, erklärten die beiden Autohersteller weiter.

Mitsubishi soll im Zuge des Deals Teil einer globalen Auto-Allianz rund um Nissan und Renault werden. Ghosn ist auch CEO von Renault.

Analysten hatten seit der Ankündigung des Mitsubishi-Anteilskaufs erwartet, dass Ghosn auch bei dem kleineren japanischen Hersteller Chairman wird. Im Juni hatte der Manager diesen Posten bei der russischen Avtovaz aufgegeben, ebenfalls ein Unternehmen der Renault-Nissan-Allianz. Damit hätte er mehr Zeit für Mitsubishi, sagt der selbstständige Autoanalyst Takaki Nakanishi. Die Personalie war auch vom aktuellen Chairman Masuko signalisiert worden.

Ghosn hat sich bei Renault und Nissan als erfolgreicher Kostensenker einen Namen gemacht. Bei Mitsubishi wird er vor der Aufgabe stehen, den Skandal hinter sich zu lassen und Kunden wiederzugewinnen.

Das Renault-Nissan-Modell wird von anderen Autoherstellern nachgeahmt, um etwa Entwicklungskosten angesichts des sich verlangsamenden Marktwachstums auf mehrere Schultern zu verteilen. Toyota und Suzuki kündigten vergangene Woche an, Gespräche über eine Partnerschaft zu beginnen. Dabei geht es um die gemeinsame Entwicklung neuer Technologien wie selbstfahrende Autos.