EU-Kommission genehmigte den Zukauf: Nokia und der französische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent

EU-Kommission genehmigte den Zukauf: Nokia und der französische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent dürfen sich zusammenschließen. - Bild: dpa/Nokia

Der Telekomausrüster Nokia hat eine wichtige Hürde für die 15,6 Milliarden Euro teure Übernahme von Alcatel-Lucent überwunden. Die EU-Kommission genehmigte den Zukauf.

Mit der im April geschlossenen Vereinbarung entsteht ein Marktführer im Bereich Telekommunkationsausrüstung. Das fusionierte Unternehmen will sich damit besser aufstellen, auch um die Konkurrenz aus China abzuwehren.

Marktführer im Bereich Telekommunkationsausrüstung

Die Brüsseler Kartellwächter sind in ihrer Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass die Transaktion keine Wettbewerbsbedenken weckt, da die beiden Unternehmen “keine engen Rivalen” seien. Auch nach dem Zusammenschluss gebe es noch eine ganze Reihe starker globaler Wettbewerber, so die Kommission.

Zwar würden die beiden Konzerne in bestimmten Bereichen einen Marktanteil von 30 Prozent oder mehr erreichen. Die Überschneidungen seien jedoch begrenzt, denn Nokia sei stark in Europa, wo Alcatel-Lucent nur ein kleiner Anbieter sei. Die Franzosen dagegen seien gut in Nordamerika positioniert, wo Nokia wiederum nur eingeschränkt aktiv sei. Bedeutende Wettbewerber in Europa seien Ericsson und Huawei, aber auch ZTE und Samsung.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke