Erst im vergangenen Jahr hatte Nokia seine Handy-Sparte an den US-Konzern Microsoft verkauft und ist

Erst im vergangenen Jahr hatte Nokia seine Handy-Sparte an den US-Konzern Microsoft verkauft und ist damit zu einem reinen Netzwerk-Ausrüster geworden. - Bild: Nokia

Der IT-Konzern Nokia ist Spekulationen entgegengetreten, dass eine Wiederaufnahme der Produktion von Mobilgeräten geplant ist.

Auf seiner Webseite bezeichnete das finnische Unternehmen entsprechende Meldungen als “falsch” und fügte hinzu, dass “derzeit keine Pläne bestünden, Mobilgeräte zu produzieren oder zu verkaufen”. Die Berichte hatten von einer Wiederaufnahme der Produktion in China berichtet. Erst im vergangenen Jahr hatte Nokia seine Handy-Sparte an den US-Konzern Microsoft verkauft und ist damit zu einem reinen Netzwerk-Ausrüster geworden.

Der immer noch starke Markenname von Nokia in der Handy-Sparte hält die Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des Konzerns in dieses Segment weiter am Leben. Um die Nachfrage im heutigen Marktumfeld zu testen, hatte Nokia seinen Markennamen an ein Unternehmen in China für ein Tablet lizenziert, welches Anfang diesen Jahres auf den Markt gekommen ist.

Die Vergabe von solchen Lizenzen könnte ab Ende 2016 noch zunehmen, wenn entsprechende Beschränkungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft fallen, sagte der Nokia-Vorstandsvorsitzende Rajeev Suri in einem Interview mit dem “Wall Street Journal” in der vergangenen Woche. “Wir verfügen über einen Markennamen der überall in der Welt bekannt ist. Warum sollten wir dies nicht auf behutsame Weise ausnutzen?”, so Suri weiter. Allerdings seien entsprechende Abkommen wohl noch einige Jahre entfernt.

Um seine Position im Netzwerkgeschäft weiter zu stärken hatte sich Nokia erst vor kurzem mit dem französischen Konzern Alcatel-Lucent auf eine Übernahme verständigt. Die Transaktion hat ein Volumen von 15,6 Milliarden Euro.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke