MÜNCHEN (Dow Jones/Euro am Sonntag/rm). “Es ist Ziel von Siemens, NSN an die Börse zu bringen”, sagte Georg Nassauer, Betriebsratschef von NSN, der Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag” (EamS). “Wir sehen das positiv.” Die Voraussetzungen für einen Gang aufs Parkett würden unterdessen immer besser. “Im laufenden Quartal deutet sich erneut ein relativ starkes Wachstum an.” NSN werde 2011 auch beim Ergebnis “erheblich” voran kommen. Hierzu werde auch die Übernahme der Netzesparte des US-Konzerns Motorola beitragen, die voraussichtlich Anfang 2011 vollzogen werden solle.

Siemens-CFO Joe Kaeser hatte unlängst einen Börsengang als eine mittelfristige Option für NSN ins Spiel gebracht. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres hatten sowohl SIS als auch NSN Verluste eingefahren und das Konzernergebnis belastet. Der Netzausrüster NSN ist ein Joint Venture der Münchener Siemens AG und des finnischen Handyherstellers Nokia.

Gegen den geplanten Stellenabbau beim IT-Dienstleister SIS kündigte der Betriebsrat unterdessen Widerstand an. “Das muss noch verhandelt werden. Wir kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz”, sagte Birgit Steinborn, stellvertretende Vorsitzende des Siemens-Gesamtbetriebsrats, zu “Euro am Sonntag”. Der Konzern hatte mitgeteilt, dass im Zusammenhang mit dem Verkauf an die französische Atos Origin 1.750 Stellen bei SIS gestrichen werden sollen, rund 650 davon in Deutschland.