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Nach der Übernahme von Alcatel streicht Nokia in Europa massiv Stellen. - Bild: Nokia

Das teilte das finnische Unternehmen am Mittwoch mit. In der Heimat will die Nokia Oy etwa jede fünfte der derzeit insgesamt 6.850 Stellen streichen. In Frankreich sollen 400 Stellen bis 2018 wegfallen, gleichzeitig aber auch 500 Jobs im Bereich Forschung und Entwicklung geschaffen werden. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 104.000 Personen.

In der Summe wollen die Finnen im Zuge des Kaufs des französischen Konzerns 1 Milliarde Euro einsparen. Nokia hatte der Pariser Regierung bei der Übernahme der Alcatel-Lucent SA zugesichert, die in dem Land befindlichen 4.200 Jobs in den zwei Jahren nach dem Deal nicht zu verringern.

Eine Zahl über den weltweiten Abbau von Stellen teilte Nokia, die sich seit dem Verkauf des Handygeschäfts an Microsoft vor einiger Zeit auf den Netzwerkbereich konzentriert, am Mittwoch nicht mit.

"Das war ein Kampf zwischen Frankreich und Finnland, bei dem Finnland verloren hat", erklärt Pertti Porokari, Präsident der Gewerkschaft Professional Engineers in Finland. Paris habe das Ziel gehabt, Jobs in Frankreich zu schützen, und dies erreicht.

Nokia kündigte an, dass der Jobabbau vorwiegend dort stattfinden solle, wo es Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen gebe. Dazu zählten beispielsweise die Forschung und Entwicklung sowie der Vertrieb.

Die Aktionäre von Nokia hatten den Deal im Volumen von 15,6 Milliarden Euro im Dezember genehmigt. Am 14. Januar starteten die beiden Firmen operativ als vereintes Unternehmen.