Rajeev Suri: "Möglicherweise werden wir es nicht verkaufen, wenn wir nicht den richtigen Preis

Rajeev Suri: "Möglicherweise werden wir es nicht verkaufen, wenn wir nicht den richtigen Preis bekommen." - Bild: Nokia

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will sein Geschäft mit digitalen Landkarten namens Here nur zum richtigen Preis verkaufen.

Ansonsten könne sich der Konzern auch noch gegen den Spartenverkauf entscheiden, obwohl die Angebote besser als erwartet ausgefallen seien, sagte Nokia-Chef Rajeev Suri in einem Interview mit dem Handelsmagazin “European Communications”.

Nokia hatte im April erstmals gesagt, die Zukunft von Here zu überdenken. An dem Kartendienst und der Navigationssoftware hatten laut Medienberichten eine Reihe von Unternehmen Interesse, darunter deutsche Autobauer und der Fahrdienstvermittler Uber. Die Berichte wurden von Nokia allerdings nicht bestätigt. Auch in dem am Donnerstag auf der Website von European Communications veröffentlichten Interview nannte Suri keine Namen. Es gebe “beträchtliches Interesse” an dem Geschäft, sagte er demnach. Nokia wolle aber erst einmal abwarten. “Möglicherweise werden wir es nicht verkaufen, wenn wir nicht den richtigen Preis bekommen”, wurde er zitiert.

Nokia will sich nach dem Verkauf der Handy-Branche an Microsoft auf das Geschäft mit Ausrüstung für Telekommunikations-Netze konzentrieren. Mit der Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent soll sich das Unternehmen zum weltgrößten Netzwerk-Ausrüster wandeln, das teure Unterfangen wollen die Finnen durch den Verkauf von Here finanzieren.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke