Netzwerkausrüster Nokia IT

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will rund vier Milliarden Euro an seine Aktionäre ausschütten. - Bild: dpa/Nokia

Das finnische Unternehmen mit Sitz in Espoo kündigte am Donnerstag an, seinen Aktionären für 2015 und 2016 eine Dividende von mindestens 0,15 Euro je Aktie plus eine Sonderdividende von 0,10 Euro zu zahlen. Darüber hinaus will Nokia ein auf zwei Jahre angelegtes Aktienrückkaufprogramm starten und eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen. Weitere 3 Milliarden Euro werden im nächsten Jahr dazu verwendet werden, bestehende Schulden zurückzuzahlen.

Alcatel-Lucent-Kauf läuft planmäßig

Der 15,6 Milliarden Euro schwere Kauf des französischen Konkurrenten Alcatel-Lucent gehe derweil planmäßig voran. Der Abschluss ist weiterhin im ersten Quartal 2016 geplant, sagte Nokia. Die erhofften jährlichen Synergien in Höhe von 900 Millionen Euro würden dabei aber vermutlich schon 2018 erreicht, ein Jahr früher als zuvor erwartet.

Im dritten Quartal lief das Geschäft etwas schlechter als von den Analysten erwartet. Der Nettogewinn fiel empfindlich auf 152 Millionen Euro, was deutlich weniger war als die von Analysten im Schnitt erwarteten 272 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte Nokia einen Nettogewinn von 747 Millionen Euro erwirtschaftet, der allerdings zu einem großen Teil von einer hohen Steuergutschrift und Geschäftsabschlüssen in Nordamerika und China begünstigt war.

Die Umsätze im dritten Quartal erreichten 3,32 Milliarden Euro, knapp weniger als die 3,35 Milliarden Euro im Vorjahr. Die operative Gewinnmarge bei Nokias Netzwerksparte erreichte 13,6 Prozent im dritten Quartal, nach 13,5 Prozent vor einem Jahr und 11,5 Prozent im zweiten Quartal.