Windturbinenhersteller Nordex

Der Windturbinenhersteller Nordex will die im letzten Herbst vereinbarte Übernahme der Windsparte des spanischen Infrastrukturkonzerns Acciona Anfang April abschließen. - Bild: Nordex

Der Umsatz der beiden Unternehmen soll im laufenden Jahr 3,4 Milliarden Euro betragen. Die EBITDA-Marge wird sich nach den Erwartungen auf 7,5 Prozent belaufen.

Die Aktivitäten von Acciona Windpower sollen aber erst ab dem zweiten Quartal in die Bilanz von Nordex einfließen, weshalb ein Vergleich mit dem Vorjahr schwierig ist. Im vergangenen Jahr hatte Nordex seinen Umsatz um rund 40 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro gesteigert. Acciona Windpower erlöste rund 950 Millionen Euro. Nordex hatte angekündigt, seinen Umsatz nach dem Zukauf bis zum Jahr 2018 fast verdoppeln zu wollen.

Das operative Ergebnis von Nordex legte 2015 auf einen Rekordwert von 126,2 Millionen Euro zu - das war eine Steigerung von mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit bestätigte Nordex am Montag die bereits Ende Februar veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Unter dem Strich nahm der Gewinn um rund 34 Prozent auf 52,3 Millionen Euro zu. Nordex hatte sich Ende 2015 fest finanzierte Aufträge in Höhe von rund 1,67 Milliarden Euro gesichert.

Guter Start ins Jahr 2016

"Wir sind mit einem guten Auftragsbuch in das Jahr 2016 gestartet und sehen weiterhin viel Potenzial in unseren Fokusmärkten wie Deutschland, Frankreich oder der Türkei", sagte Nordex-Chef Lars Bondo Krogsgaard laut einer Mitteilung. "Zukünftig werden dann auch die Acciona-Windpower-Märkte wie etwa Indien oder Mexiko zu unserem Wachstum beitragen."

Nordex hatte sich im vergangenen Oktober mit Acciona auf die Übernahme der Windturbinensparte verständigt. Das spanische Unternehmen wird nach der Transaktion im Gegenzug knapp 30 Prozent der Anteile an dem Hamburger Windkraftanlagen-Hersteller halten. Nach der Übernahme will Nordex zum weltweit fünftgrößten Hersteller von Windturbinen an Land aufsteigen. Der Konzern erhofft sich vor allem neue Wachstumschancen in Schwellenländern.

In den vergangenen Jahren hatte sich Nordex durch einen Umbau aus einer Krise herausgearbeitet. Der Konzern zog sich unter anderem aus dem Geschäft mit Windkraftanlagen auf hoher See zurück und konzentrierte sich auf das Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Windparks in Europa.