Tesla

Der US-Elektroautobauer Tesla hat bereits 26 seiner Schnellladestationen (Supercharger) in Norwegen installiert - Tendenz steigend. - Bild: Tesla

Im März hatte die Regierung des Landes einen entsprechenden Vorschlag gemacht.

"Es gibt ein Abkommen, dass ab 2025 keine Autos mehr verkauft werden, die von fossilen Brennstoffen angetrieben werden", bestätigte Umweltminister Vidar Helgesen über Twitter auf Anfrage des US-Magazins "Mashable". Es handele sich zwar um kein formelles Verbot. Der Beschluss werde aber gleichwohl "harte Maßnahmen" nach sich ziehen.

Inger Elisabeth Sagedal, Managerin bei der Norwegian Automobile Federation, sagt gegenüber der Zeitung 'Die Welt': "Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und anfangen." Die Lobbyistin des norwegischen Automobilverbandes spielte damit auf den Bau von Strom-Ladestationen und anderer Infrastruktur für E-Autos auch auf dem Land an. Protest der Industrie oder der Gesellschaft gegen diesen radikalen Plan gibt es bislang in Norwegen nicht.

Erfreut zeite sich bereits der Chef des US-Elektroautopioniers Tesla Motors. "Was für ein unfassbar großartiges Land", jubelte der Entrepreneur Elon Musk über Twitter. "Ihr Typen rockt."

Elon_Musk
Tweet von Tesla-Chef Elon Musk. - Bild: Screenshot Twitter

Obwohl Norwegen mit seinen fünf Millionen Einwohnern ein kleiner Automarkt ist, könnte der radikale Schritt aus Sicht von Branchenbeobachtern weitreichende Konsequenzen für die gesamte Autoindustrie haben. Experten sprechen bereits von einem Schub für abgasfreie Fahrzeuge und einem Paradigmenwechsel.

"Das ist ein Trend, den wir noch in anderen Ländern sehen werden", sagte Auto-Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler gegenüber dem 'Manager Magazin'. Norwegen habe sich bei Umweltgesetzen vielfach als Vorreiter erwiesen, dem andere folgen. "Es ist ein weiterer Schritt, den die Welt in Richtung emissionsfreies Fahren geht", so Pieper. "Diese Entwicklung ist praktisch nicht mehr aufzuhalten."