Ölbohrinsel

Mit einem kräftigen Plus zeigen sich die Ölpreise im asiatischen Handel am Freitag. - Bild: Daniel Sinoca/pixabay

In einem Interview mit dem Wall Street Journal sagte Suhail Al Mazrouei, die Opec sei angesichts der auf ein 12-Jahrestief gefallenen Ölpreise zu einer Zusammenarbeit bereit.

"Die Opec pumpt weiter", entgegnet Analyst Tariq Zahir von Tyche Capital Advisors LLC. "Bis es zu einem Treffen und dann zu einer Entscheidung bezüglich einer Senkung der Fördermenge kommt, ist das eine weitere Spekulation die wir schon in der letzten und vorletzten Woche hatten", ergänzt der Teilnehmer.

Als Reaktion schießen die Preise für WTI und Brent allerdings kräftig nach oben. Ein Barrel der US-Sorte WTI kostet aktuell 27,58 Dollar, ein Plus von 5,3 Prozent. Am Vortag war der Preis zum US-Settlement noch auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren gefallen. Für ein Fass der Sorte Brent werden 31,79 Dollar aufgerufen, ein Aufschlag von 5,7 Prozent.

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hatte im Wochenverlauf vor weiter fallenden Ölpreisen gewarnt, sollte der Iran seine Förderhähne im Zuge einer allgemeinen Produktionsausweitung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) weiter aufdrehen. "Es ist schwer vorstellbar, wie die Ölpreise auf kurze Sicht signifikant steigen könnten", erklärte die IEA in ihrem Monatsbericht. "Unter diesen Umständen haben sich die kurzfristigen Risiken für einen Preisrückgang erhöht.