Ölunternehmen

Nach den Investitionskürzungen könnte sich das Angebot an Öl verknappen und die Preise nach einigen Jahren wieder steigen. - Bild: epa/Smith

Zu diesem Ergebnis kommt der Energieberater Wood Mackenzie. Betroffen seien 68 große Projekte weltweit, die für rund 27 Milliarden Barrel Öl- und Gasäquivalent stehen.

Die Entscheidungen seien in der Phase des Niedergangs des Marktes getroffen worden. Seit Juli 2014 ist der Preis für die internationale Richtgröße Brent um mehr als 70 Prozent auf rund 30 Dollar eingebrochen. Nach den Investitionskürzungen könnte sich das Angebot verknappen und die Preise nach einigen Jahren wieder steigen, schreiben die Experten.

Im ersten Halbjahr 2015, als die Preise ihren Rückzug unter die Marke von 40 Dollar begannen, hätten die Ölfirmen 22 Projekte für etwa sieben Milliarden Barrel verschoben.

Folgen der niedrigen Ölpreise

Die kurzfristigen Aussichten seien entmutigend, hieß es weiter. "Die Folgen der niedrigen Ölpreise auf die Pläne der Unternehmen waren brutal", sagte Angus Rodger. Der lange vorhergesagte Rückgang der Kosten für die Erschließung von Ölfeldern sei nur langsam eingetreten.

Für neue Projekte sei ein Preis von durchschnittlich 62 Dollar je Barrel erforderlich, damit sie sich rechneten. Davon sind die Preise weit entfernt, und somit auch die Anreize für Investitionen in neue Projekte.

Vor allem teure Tiefseeprojekte seien verschoben worden, hieß es weiter. Betroffen seien Länder wie die USA, Mosambik, Kanada, Angola und Kasachstan.